Nigeria: Militär befreit 46 entführte Schulkinder aus Terror-Gefangenschaft
Nigeria: Militär befreit 46 entführte Schulkinder

Das nigerianische Militär hat eigenen Angaben zufolge 46 Schulkinder aus der Gefangenschaft islamistischer Terroristen befreit. Die Kinder waren vor rund zwei Monaten bei einem Überfall auf drei Schulen in Orire im Bundesstaat Oyo verschleppt worden. Wie ein Sprecher der nigerianischen Regierung mitteilte, wurden bei dem Militäreinsatz mehrere Entführer getötet und acht Verdächtige festgenommen. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

Hintergrund der Entführung

Bereits bei dem Angriff auf die Schulen hatten die Täter einen Menschen erschossen. Wenige Tage nach der Entführung töteten sie zudem einen Lehrer, den sie zuvor verschleppt hatten. Die Entführung in Orire gilt als die erste Massenverschleppung dieser Art im überwiegend christlich geprägten Süden Nigerias.

Sicherheitslage in Nigeria

Massenentführungen gehören in Nigeria seit Jahren zu den gravierendsten Sicherheitsproblemen. Hinter den Taten stehen häufig dschihadistische Gruppen wie Boko Haram sowie andere bewaffnete Banden, die Lösegeld erpressen oder ihren Einfluss ausweiten wollen. Internationale Aufmerksamkeit erregte 2014 die Entführung von 276 Schülerinnen aus einem Internat in Chibok im Nordosten Nigerias. Zwar kamen viele der Mädchen in den vergangenen Jahren frei oder konnten fliehen, doch rund 90 von ihnen werden bis heute vermisst.

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