UNO warnt vor schnellstem Ebola-Ausbruch aller Zeiten im Kongo
UNO: Schnellster Ebola-Ausbruch aller Zeiten im Kongo

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo gerät außer Kontrolle. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm und fordern eine drastische Ausweitung der Hilfsmaßnahmen. Die Fallzahlen steigen exponentiell und verdoppeln sich alle 20 Tage. Dies sei ein beispielloses Tempo, warnt Julien Harneis, UN-Ebola-Koordinator.

Exponentielles Wachstum der Fallzahlen

„Die Zahl der Fälle steigt exponentiell an und verdoppelt sich alle 20 Tage. Dies ist ein weitaus schnelleres Wachstum als der Ausbau unserer Hilfsmaßnahmen“, sagte Harneis. Er betonte, dass eine frühzeitige Behandlung die Überlebenschancen enorm erhöhe. Die Helfer vor Ort benötigen dringend mehr Schutzausrüstung, medizinisches Personal und Logistiker, um die Ausbreitung einzudämmen.

Bereits jetzt sind mehr als 1.400 Menschen an dem Virus gestorben, wie die kongolesischen Gesundheitsbehörden mitteilten. Der stellvertretende Leiter des Welternährungsprogramms (WFP), Carl Skau, bezeichnete den aktuellen Ausbruch als „den am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch aller Zeiten“. Zum Vergleich: In den letzten zwei Monaten starben 1.000 Menschen. In Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1.000 Todesfälle verzeichnet wurden.

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Vergleich mit früheren Ausbrüchen

In den Jahren 2014 und 2015 forderte eine Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Todesopfer. Der zweitschwerste Ausbruch von 2018 bis 2020 im Osten der Demokratischen Republik Kongo kostete rund 2.300 Menschen das Leben. Der aktuelle Ausbruch übertrifft diese Raten bei weitem. Die UN-Experten warnen, dass ohne sofortige Maßnahmen die Zahl der Opfer weiter drastisch steigen werde.

Übertragungswege und Symptome

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Viruserkrankung, die durch direkten Körperkontakt und insbesondere den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Typische Symptome sind Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen und innere Blutungen. Eine frühzeitige medizinische Versorgung ist entscheidend für die Überlebenschancen.

Die Vereinten Nationen appellieren an die internationale Gemeinschaft, die Mittel für den Kampf gegen Ebola drastisch zu erhöhen. Ohne zusätzliche Hilfe drohe eine unkontrollierbare Ausbreitung, die über die Grenzen der Region hinausgehen könnte.

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