Mehr als zehn Tage nach dem verheerenden Bergsturz im Südwesten Chinas haben die Behörden 30 weitere Todesopfer bestätigt. Die Identifizierung erfolgte über DNA-Tests, wie die Helfer im Kreis Pengshui mitteilten. Dort hatte sich am 17. Juli eine gewaltige Gerölllawine von einem Hang gelöst und mehrere Wohnhäuser unter sich begraben.
Opferzahl steigt auf 41
Damit liegt die offizielle Opferzahl nun bei 41. Zuvor hatten die Behörden am vergangenen Donnerstag elf Tote und 50 Vermisste gemeldet. Wie viele Menschen weiterhin vermisst werden, gaben die Rettungskräfte nicht bekannt. In den vergangenen Tagen waren die Suchtrupps auf einen verschütteten Kleinbus in den Trümmern gestoßen; darin und in der Umgebung fanden sie menschliche Überreste, die nun zu den neu identifizierten Opfern gehören könnten.
Unglück in der Regenzeit
Mindestens zehn Wohnhäuser wurden durch die Massen aus Geröll und Felsbrocken zerstört. Anwohner hatten am Unglückstag Steinschläge bemerkt, woraufhin Dutzende Menschen versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Rund 1.100 Bewohner aus dem Gebiet wurden evakuiert, die meisten von ihnen in Hotels untergebracht. Zehn Menschen erlitten Verletzungen.
Die Ursache des Bergsturzes ist noch unklar. In der Region und in anderen Teilen Chinas hatte es zuletzt stark geregnet. In den regenreichen Sommermonaten kommt es in China immer wieder zu tödlichen Überschwemmungen und Erdrutschen. Erst am Wochenende hatte eine plötzliche Flut in einem Feriencamp in der Provinz Gansu zehn Menschen das Leben gekostet; 23 weitere wurden verletzt.



