Cucurella lässt sich Trainer de la Fuente auf den Arm tätowieren
Cucurella lässt sich Trainer de la Fuente tätowieren

Marc Cucurella, spanischer Verteidiger und frischgebackener Weltmeister, hat ein ungewöhnliches Andenken an den Triumph bei der Fußball-WM 2026 gewählt: Er ließ sich das Gesicht seines Trainers Luis de la Fuente auf den linken Arm tätowieren. Das gab der 28-Jährige auf Instagram bekannt, wo er ein Foto des neuen Motivs veröffentlichte. Damit löste Cucurella ein Versprechen ein, das er vor dem Turnier in einem Radiointerview gegeben hatte.

Vom Handspiel zum WM-Helden

Cucurella, der im Sommer 2026 von Real Madrid verpflichtet wurde, ist in Deutschland vor allem wegen einer umstrittenen Szene bei der EM 2024 bekannt: Sein nicht geahndetes Handspiel im Viertelfinale gegen Deutschland verhinderte einen möglichen Elfmeter für die Gastgeber und löste heftige Debatten aus. Seither wird er bei Spielen in Deutschland regelmäßig ausgepfiffen. Doch nun hat der linke Arm, der damals für Frust sorgte, eine neue Bedeutung bekommen: Er stemmte nicht nur die EM-Trophäe 2024, sondern auch den WM-Pokal 2026 in die Höhe. Und jetzt ziert ihn das Porträt des Erfolgstrainers.

Das Tattoo: Detailgetreue Abbildung des Trainers

Das Tattoo auf Cucurellas linkem Trizeps zeigt de la Fuente im Anzug mit Krawatte, in der Hand den WM-Pokal haltend, im Hintergrund das Logo des Turniers. Die Größe entspricht etwa einer Handfläche. De la Fuente selbst hatte versucht, den Spieler von dem Vorhaben abzubringen, wie er Journalisten erklärte: „Sie haben einen Fehler gemacht, aber sie sind Männer, die zu ihrem Wort stehen, und sie werden ihr Versprechen einhalten. Ich bin nicht allzu hässlich, sie müssen nur eine Stelle an ihrem Körper finden, die nicht allzu auffällig ist.“

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Cucurella hat bereits zahlreiche Tätowierungen: Oberhalb des neuen Motivs prangt eine Rose, auf der linken Rückenseite ein Tiger, und auf seinem Bizeps ist ein Löwe mit mächtiger Mähne verewigt. Geschmackliche Fragen mögen offenbleiben – dem Weltmeister dürfte das gleichgültig sein.

Ein umstrittener Arm wird zum Symbol

Der linke Arm von Cucurella ist seit dem EM-Viertelfinale 2024 ein Symbol für Kontroversen. Damals, im Juli 2024, wehrte er einen Schuss von Jamal Musiala mit der Hand ab – Schiedsrichter Anthony Taylor ließ weiterspielen, der VAR griff nicht ein. Deutschland schied aus, Spanien wurde Europameister. Zwei Jahre später, im Sommer 2026, führte Cucurella Spanien zum Weltmeistertitel, besiegte Argentinien im Finale mit 3:1. Mit 57 Einsätzen für die Nationalmannschaft und nun zwei großen Titeln ist der Verteidiger zu einer festen Größe geworden.

Das Tattoo ist der sichtbarste Ausdruck seiner Verbundenheit mit dem Trainer. „Er hat mir sehr viel Vertrauen geschenkt“, sagte Cucurella in einem Interview nach dem WM-Triumph. „Dieses Tattoo ist eine Anerkennung für alles, was er für uns getan hat.“

Pfiffe aus Deutschland und neue Herausforderungen

Ob die Tätowierung die deutschen Fans besänftigen wird? Wohl kaum. Seit 2024 wird Cucurella in der Bundesrepublik mit Pfiffen bedacht, wann immer er für Spanien oder künftig für Real Madrid in Deutschland aufläuft. Der Verteidiger zeigt sich unbeeindruckt: „Das ist Teil des Spiels. Ich konzentriere mich auf meine Leistung.“

Mit 28 Jahren steht Cucurella vor der neuen Saison bei Real Madrid, wo er unter Carlo Ancelotti spielen wird. Die Erwartungen sind hoch, doch der Weltmeister bringt Erfahrung aus 142 Einsätzen für Brighton & Hove Albion und zuvor für den FC Getafe mit. Sein linker Arm, nun mit dem Konterfei des Trainers verziert, wird ihn stets an den größten Erfolg seiner Karriere erinnern.

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