Berlin. Hausbesitzer mit Kindern investieren deutlich häufiger in Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos als Kinderlose. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Statista im Auftrag des Energieunternehmens Eon hervor. Die Ergebnisse der Befragung liegen dieser Redaktion exklusiv vor.
Vorreiterrolle der Familien
Laut der Umfrage verfügen 40 Prozent der Familien mit Kindern über eine Solaranlage, 34 Prozent über eine Wärmepumpe und 30 Prozent über ein Elektroauto. Damit sind Wärmepumpen und Elektroautos in Familienhaushalten etwa doppelt so verbreitet wie bei Hausbesitzern ohne Kinder. Bei Photovoltaikanlagen beträgt der Vorsprung fünf Prozentpunkte: 40 Prozent der Familien haben eine Solaranlage, gegenüber 35 Prozent der kinderlosen Hausbesitzer. Bei Wärmepumpen besitzen 34 Prozent der Familien eine, während es bei kinderlosen Hausbesitzern nur 17 Prozent sind. Bei Elektroautos sind es 30 Prozent der Familien im Vergleich zu 15 Prozent der kinderlosen.
Beschleunigung des Trends
Gegenüber der Vorjahresbefragung stieg der Anteil der Familien mit einer Wärmepumpe binnen eines Jahres von 23 auf 34 Prozent – ein Plus von elf Prozentpunkten. Der Anteil der Haushalte mit Elektroauto legte von 22 auf 30 Prozent zu, ein Anstieg um acht Prozentpunkte. Bei Solaranlagen wuchs der Anteil von 37 auf 40 Prozent, ein Zuwachs von drei Prozentpunkten. „Familien zeigen besonders deutlich, wie die Energiewende im Eigenheim ankommt“, sagte Martin Endress, in der Geschäftsführung von Eon Deutschland für das Kundengeschäft verantwortlich, dieser Redaktion. Sie investierten besonders häufig in Technologien, die Energiekosten und CO₂-Ausstoß senkten. „So prägt die Energiewende im eigenen Zuhause bereits heute die nächste Generation.“
Zukünftige Investitionen
Auch bei geplanten Investitionen liegen Familien vorn. Fast jede zweite Familie ohne Photovoltaikanlage (46 Prozent) plant nach eigenen Angaben, erstmals eine Solaranlage anzuschaffen. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als bei Hausbesitzern ohne Kinder (34 Prozent). Ein Viertel der Familien (25 Prozent) möchte zudem ein Elektroauto kaufen. In der Vergleichsgruppe sind es lediglich 15 Prozent. Jede fünfte Familie (20 Prozent) plant darüber hinaus den Einbau einer Wärmepumpe – fast doppelt so viele wie unter kinderlosen Hausbesitzern (11 Prozent). Diese geplanten Anschaffungen unterstreichen die anhaltende Dynamik der Energiewende im Eigenheim.
Offenheit für flexible Stromtarife
Familien zeigen sich auch offen für neue Stromtarife. Knapp jede vierte Familie (24 Prozent) kann sich einen Wechsel zu einem dynamischen Stromtarif vorstellen. Dabei orientiert sich der Strompreis an den Börsenpreisen und verändert sich je nach Angebot und Nachfrage im Viertelstundentakt. Noch größer ist das Interesse an Festpreistarifen mit intelligentem Energiemanagement. Mehr als jede dritte Familie (36 Prozent) würde nach eigenen Angaben auf einen solchen Tarif wechseln, bei dem der Energieversorger den Stromverbrauch von Wärmepumpe, Batteriespeicher oder Elektroauto automatisch in günstige Zeiten verlagert und das Risiko schwankender Strompreise übernimmt. Bei beiden Tarifmodellen liegen Familien jeweils vor Haushalten ohne Kinder: Bei dynamischen Tarifen sind es 24 Prozent der Familien gegenüber 18 Prozent der kinderlosen Hausbesitzer, bei intelligenten Festpreistarifen 36 Prozent zu 27 Prozent.
Methodik der Umfrage
Für die repräsentative Umfrage befragte Statista im Auftrag von Eon bundesweit 2000 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Die Befragung wurde im Juli 2026 durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Grundgesamtheit der Hausbesitzer in Deutschland.



