Knorr-Bremse verkauft Klimaanlagentochter Merak an OpenGate Capital
Knorr-Bremse verkauft Zug-Klimaanlagensparte an Investor

Knorr-Bremse setzt seinen Konzentrationskurs fort und verkauft die Zug-Klimaanlagentochter Merak an den Finanzinvestor OpenGate Capital. Der Münchner Lkw- und Bahnzulieferer gab die Transaktion am Dienstagabend bekannt. Der Kaufpreis bleibt vertraulich. Die Übernahme soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Merak mit Hauptsitz im spanischen Getafe beschäftigt rund 1500 Mitarbeiter und erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz von etwa 360 Millionen Euro.

Strategische Fokussierung auf das Kerngeschäft

Der Verkauf von Merak ist Teil der Strategie von Knorr-Bremse, sich auf die Kernbereiche Bremssysteme und weitere Fahrzeugkomponenten zu konzentrieren. Das Unternehmen hatte bereits in der Vergangenheit Randbereiche abgestoßen, um die Profitabilität zu steigern. Mit dem Erlös aus dem Verkauf will Knorr-Bremse seine Bilanz stärken und in wachstumsstarke Segmente investieren. Der Schritt dürfte die operative Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen (EBIT) des Konzerns verbessern, wie das Unternehmen mitteilte.

Merak: Globaler Anbieter von Klimasystemen

Merak entwickelt und produziert Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme für Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen ist in Europa, Nordamerika, China und Australien aktiv. Mit einem Umsatz von rund 360 Millionen Euro im laufenden Jahr zählt Merak zu den bedeutenden Anbietern in diesem Nischenmarkt. Die Sparte passt nicht mehr zum Fokus von Knorr-Bremse auf sicherheitsrelevante Komponenten wie Bremsen und Türen.

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OpenGate Capital: Ein erfahrener Investor

OpenGate Capital ist eine US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Los Angeles. Der Investor ist auf die Übernahme von Unternehmensteilen spezialisiert, die von Konzernen abgestoßen werden. Mit Merak erwirbt OpenGate Capital einen etablierten Hersteller mit globaler Präsenz. Der Investor plant, das Unternehmen eigenständig weiterzuentwickeln und auszubauen.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Knorr-Bremse erwartet den Abschluss bis Ende 2026. Analysten bewerten den Schritt positiv, da er die Rentabilität des Konzerns steigern dürfte. Die Aktie von Knorr-Bremse reagierte am Mittwoch leicht positiv auf die Nachricht.

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