Die japanische Wetterbehörde hat nach einem schweren Erdbeben der geschätzten Stärke 7,1 eine Tsunami-Warnung für die südwestliche Region ausgesprochen. Das Beben ereignete sich am heutigen Tag um 09:56 Uhr Ortszeit in der Präfektur Kumamoto auf der Hauptinsel Kyushu. Das Epizentrum lag in zehn Kilometern Tiefe.
Tsunami-Warnung und mögliche Auswirkungen
Die Behörden warnen vor Flutwellen von bis zu einem Meter Höhe entlang der Küste. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich von Stränden und Flussmündungen fernzuhalten und erhöhte Gebiete aufzusuchen. Bisher liegen keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden vor. Die Überprüfung von Gebäuden und Infrastruktur läuft.
Rückblick auf das verheerende Beben von 2016
Die Region Kumamoto wurde vor zehn Jahren von einem noch stärkeren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht. Damals kamen Dutzende Menschen ums Leben, Zehntausende mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Die historische Burg von Kumamoto erlitt schwere Schäden. Das aktuelle Beben erinnert an diese Katastrophe, doch die genaue Schadenshöhe ist noch unbekannt.
Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen
Die japanische Regierung hat einen Krisenstab eingerichtet, um die Lage zu überwachen. Die Wetterbehörde betonte, dass weitere Nachbeben möglich seien. Anwohner wurden zur Vorsicht aufgerufen. Die japanische Erdbebenfrühwarnung hatte Sekunden vor dem Eintreffen der starken Erschütterungen Alarm geschlagen, was vielen Menschen Zeit zur Flucht gab.
Nach Angaben der dpa (Deutsche Presse-Agentur) gibt es vorerst keine Meldungen über Todesopfer oder schwere Zerstörungen. Die Behörden bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft.



