Über dem einzigen großen Pride im Nahen Osten kreisen Drohnen, auf dem Meer patrouillieren Boote und Jetskis, jeder Truck wird von Polizisten mit Sturmgewehren eskortiert. Israel befindet sich im Ausnahmezustand – und trotzdem ziehen in Tel Aviv Zehntausende für Vielfalt durch die Straßen. BILD-Reporter Nico Nölken berichtet.
Sicherheitsmaßnahmen auf Rekordniveau
Die Pride-Parade in Tel Aviv fand unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen statt. Drohnen überwachten die Menschenmenge aus der Luft, während auf dem Meer Patrouillenboote und Jetskis für Sicherheit sorgten. Jeder der festlich geschmückten Trucks wurde von bewaffneten Polizisten begleitet. Die Stimmung war trotz der angespannten Lage ausgelassen.
Ein Zeichen der Hoffnung
Für viele Teilnehmer war die Parade mehr als nur ein Fest. Sie war ein Symbol der Hoffnung und des Widerstands gegen die Gewalt in der Region. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagte ein Demonstrant. Die Pride in Tel Aviv ist die einzige große LGBTQ+-Veranstaltung im Nahen Osten und zieht jedes Jahr Zehntausende an.
Die Veranstaltung fand statt, während der Iran-Krieg in seine 14. Woche ging. Israel hatte zuvor eine Feuerpause beendet und neue Angriffe gestartet. Trotz der Gefahr von Raketenangriffen ließen sich die Feiernden nicht abschrecken.



