Die extreme Hitzewelle in Europa hat in Frankreich zu massiven Stromausfällen geführt. Im Nordwesten des Landes, insbesondere in der Bretagne, sind rund 68.000 Haushalte ohne Strom. Wie die Präfektur Finistère mit Sitz in Quimper mitteilte, sei ein Vorfall an einem Transformator am Dienstag die Ursache, der im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehe. Frühestens am Abend könnten die Haushalte wieder ans Netz angeschlossen werden.
Rote Warnstufe in 58 Départements
Für insgesamt 58 französische Départements gilt aktuell die höchste Hitze-Warnstufe Rot, darunter auch Finistère. Der französische Wetterdienst Météo France spricht von einer ungewohnt intensiven Hitzewelle. Temperaturrekorde könnten im Tagesverlauf gebrochen werden. Bereits um 5 Uhr morgens kratzte das westfranzösische La Rochelle fast an der 30-Grad-Marke. In Bordeaux zeigte das Thermometer 27 Grad Celsius und in Paris 26 Grad Celsius.
UV-Warnung: Höchste Indexwerte des Jahres erwartet
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt vor extrem hohen UV-Werten am Mittwoch und Donnerstag. In Norddeutschland werde ein UV-Index bis 8 erwartet, in Mitteldeutschland bis 9, in Süddeutschland seien stellenweise 10 möglich, im Hochgebirge gar 11 („extrem“). Der UV-Index gibt die Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen Strahlung am Boden an. Aktuell hätten die Sonnenstrahlen einen kurzen Weg durch die Atmosphäre, erklärt das BfS. Zudem sei mit wenig schützendem Ozon in der Atmosphäre über Deutschland zu rechnen. Ab einem Indexwert von 3 sei UV-Schutz angebracht – besonders Kinder müssten geschützt werden: „Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter erhöhen das Risiko für UV-bedingte Erkrankungen von Haut und Augen im späteren Leben“, so das BfS.
Wetterprognose für Deutschland: Bis zu 41 Grad am Samstag
Deutschland erlebt extreme Hitzetage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für die kommenden Tage Höchstwerte zwischen 32 und 39 Grad voraus, im Norden liegen die Werte bei 27 bis 34 Grad. Einzig über dem südlichen Bergland seien vereinzelt kräftige Gewitter möglich. Der Hitzerekord für den Monat Juni könnte am Freitag gebrochen werden, wenn die Temperaturen auf bis zu 40 Grad steigen. Noch heißer könnte es am Samstag werden: Der DWD erwartet dann Höchstwerte zwischen 35 und 41 Grad. Lediglich im äußersten Norden soll es etwas angenehmer bleiben.
Gewittergefahr steigt
Gleichzeitig steigt die Gewittergefahr. Bereits am Freitag könnte es im Westen und Südwesten gegen Nachmittag und Abend zu einzelnen Schauern und Gewittern kommen. Lokal bestehe dann Unwettergefahr durch Starkregen und Hagel. Am Samstag sind im Westen und Nordwesten vereinzelt kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. Auch im Mittelgebirgsraum schließen die Meteorologen einzelne kräftige bis unwetterartige Gewitter nicht aus.



