Bei einer groß angelegten Razzia in Berlin haben Polizei und Zoll rund 460.000 Euro Bargeld sichergestellt. Die Beamten durchsuchten fast 40 Restaurants und Wohnungen mutmaßlicher Schleuser. Neben dem Bargeld fanden sie auch Luxusfahrzeuge, hochwertige Uhren und teure Handtaschen. Diese Informationen gaben die Behörden in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Hintergrund der Ermittlungen
Die Beschuldigten sollen seit mindestens 2022 gezielt vietnamesische Arbeitskräfte angeworben haben. Diese mussten dann in den Küchen der Gastronomiebetriebe der Tätergruppe arbeiten. Die Menschen verfügten weder über die erforderlichen Aufenthaltstitel, noch waren sie bei der Sozialversicherung angemeldet. Die Ermittler werfen der 13-köpfigen Tätergruppe gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen vor. Zudem geht es um Vorenthalten von Arbeitsentgelten und Sozialversicherungsbetrug.
Ablauf der Durchsuchungen
Insgesamt wurden am Dienstag 39 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Festnahmen gab es jedoch keine, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte. An den Durchsuchungen waren Beamte des Hauptzollamts Berlin-Brandenburg, der Berliner Polizei, der Bundespolizei sowie Mitarbeiter der Ordnungsämter beteiligt. Neben den Bargeldbeständen wurden auch Unterlagen, digitale Daten und Mobiltelefone sichergestellt, die als Beweismittel dienen könnten.
Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden prüfen nun die sichergestellten Gegenstände und Unterlagen, um weitere Details zu den mutmaßlichen Schleusernetzwerken zu ermitteln.



