Deutscher (85) stirbt in ICE-Gewahrsam in Texas – Obduktion angeordnet
Deutscher (85) stirbt in ICE-Gewahrsam in Texas

Ein 85-jähriger Deutscher ist in Gewahrsam der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE gestorben. Die Behörde ordnete eine Obduktion an, um die Todesursache zu klären. Der Mann war im Ort Harlingen im Bundesstaat Texas verstorben, wo er sich seit November in einer Klinik befand, wie ICE am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Hintergrund des Falls

Der 85-Jährige war offenbar seit mehreren Monaten in der Klinik in Harlingen behandelt worden. Die genauen Umstände seiner Ingewahrsamnahme durch ICE sind noch unklar. Die Behörde gab zunächst keine weiteren Details bekannt, verwies aber auf laufende Ermittlungen.

Nach Angaben von ICE wird der Tod des deutschen Staatsbürgers nun von der internen Aufsichtsbehörde sowie von örtlichen Strafverfolgungsbehörden untersucht. Die Obduktion soll Aufschluss über die Todesursache geben.

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Reaktionen und Forderungen

Der Fall hat Fragen nach den Haftbedingungen in ICE-Einrichtungen aufgeworfen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren immer wieder die Zustände in den Gewahrsamseinrichtungen der US-Migrationsbehörde. Die deutsche Botschaft in Washington wurde nach Angaben des Auswärtigen Amtes über den Todesfall informiert und steht in Kontakt mit den US-Behörden.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte: „Wir sind über den Tod eines deutschen Staatsangehörigen in US-Gewahrsam unterrichtet und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Stellen, um den Sachverhalt aufzuklären und konsularische Hilfe zu leisten.“

ICE in der Kritik

ICE steht seit Jahren wegen der Behandlung von Migranten in der Kritik. Berichte über medizinische Unterversorgung, Überbelegung und mangelnde Transparenz bei Todesfällen in Gewahrsam haben wiederholt für Empörung gesorgt. Der Tod des 85-jährigen Deutschen reiht sich in eine Serie von Todesfällen in ICE-Gewahrsam ein, die von Aktivisten dokumentiert werden.

Die US-Behörde betonte, dass der Verstorbene in einer medizinischen Einrichtung behandelt wurde, was auf eine laufende medizinische Versorgung hindeutet. Dennoch bleibt die genaue Todesursache unklar, bis die Obduktionsergebnisse vorliegen.

Ausblick

Die Obduktion wird in den kommenden Tagen erwartet. Die deutschen Behörden haben angekündigt, den Fall weiter zu verfolgen und auf vollständige Aufklärung zu drängen. Der genaue Hergang und die Umstände der Inhaftierung des 85-Jährigen sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

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