Bangladesch: Erdrutsch begräbt Schule – mindestens acht Tote
Erdrutsch in Rohingya-Lager: Mindestens acht Tote

Schwere Monsunregen haben am Mittwoch einen verheerenden Erdrutsch in einem Rohingya-Flüchtlingslager im Südosten Bangladeschs ausgelöst. Dabei wurde eine Mädchenschule verschüttet, mindestens acht Menschen kamen ums Leben. Das Unglück ereignete sich im Lager Kutupalong, das mit über 1,2 Millionen Bewohnern zu den am dichtesten besiedelten Orten der Welt zählt.

Rettungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen

Rettungskräfte suchten am Mittwoch unter den Trümmern der Schule nach weiteren Opfern. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. „Die Rettungsarbeiten werden durch anhaltende Regenfälle und die instabile Hanglage erschwert“, erklärte ein Sprecher der lokalen Verwaltung. Viele Bewohner des Lagers leben in provisorischen Unterkünften, die den Monsunregen kaum standhalten.

Wiederkehrende Tragödien in überfüllten Lagern

Erdrutsche sind in der Region während der Monsunzeit keine Seltenheit. Die dichte Bebauung und die Abholzung der Hügel verstärken die Gefahr. Bereits in den Vorjahren gab es ähnliche Unglücke mit zahlreichen Toten. Hilfsorganisationen fordern seit langem eine Verbesserung der Infrastruktur und Umsiedlungen in sicherere Gebiete. „Die Menschen leben hier unter extremen Bedingungen. Jeder Monsun bringt neue Risiken“, sagte ein Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR.

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Hintergrund der Rohingya-Krise

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit aus Myanmar, die vor systematischer Verfolgung geflohen ist. Seit 2017 haben Hunderttausende in Bangladesch Schutz gesucht. Die Lager sind chronisch überfüllt, die sanitäre Lage ist prekär. Internationale Hilfsgelder sind zuletzt gekürzt worden, was die Lage weiter verschärft.

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