Rund 100 propalästinensische Demonstranten haben am frühen Donnerstagmorgen versucht, die Zufahrt zum Berliner Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall im Stadtteil Wedding zu blockieren. Die Polizei verhinderte die Blockade, stellte die Identitäten von 60 Menschen fest und nahm zwei Demonstranten fest. Bei den Auseinandersetzungen wurden zwei Polizisten verletzt und mussten im Bundeswehrkrankenhaus behandelt werden, wie die Behörde auf der Plattform X mitteilte.
Gruppe „Peacefully Against Genocide“ organisiert Protest
Die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ (deutsch: Friedlich gegen Völkermord) erklärte, sie habe mit 40 Unterstützern die Zufahrt zur Fabrik blockiert. Einige Teilnehmer hätten sich auf der Straße festgeklebt. Die Aktion sei der Auftakt von Protesttagen in Berlin gegen die deutsche Unterstützung Israels und eine „Mittäterschaft am Völkermord in Palästina“. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort, um die Blockade zu unterbinden.
Hintergrund: Rheinmetall als Ziel propalästinensischer Proteste
Rheinmetall ist einer der größten deutschen Rüstungskonzerne und beliefert unter anderem Israel mit Waffen und Munition. Dies macht das Unternehmen immer wieder zum Ziel propalästinensischer Proteste, die die deutsche Rüstungsexportpolitik und die Unterstützung Israels kritisieren. Die Protesttage in Berlin sollen nach Angaben der Organisatoren noch mehrere Tage andauern.



