Juli 2026 in Baden-Württemberg: Zweitsonnigster Monat seit Messbeginn
Juli 2026: Zweitsonnigster Monat in BW

Der Juli 2026 hat in Baden-Württemberg dem Ruf des Sommermonats vollauf entsprochen. Nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es der zweitsonnigste und zweitwärmste Juli seit Beginn der Messungen – nur der Juli 2006 war noch extremer. Rund 327 Sonnenstunden wurden registriert, fast 100 Stunden mehr als das vieljährige Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 (229 Stunden). Die Durchschnittstemperatur lag mit 21,4 Grad Celsius deutlich über dem Referenzwert von 17,1 Grad.

Extreme Trockenheit und lokale Unwetter

Neben der Sonne prägte vor allem die Trockenheit den Monat. Mit rund 34 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fiel nur etwa ein Drittel der üblichen Menge (91 Liter). Besonders betroffen war die Hohenloher Ebene, wo stellenweise weniger als 10 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. Gleichzeitig zeigte sich das andere Extrem: Am 15. Juli verzeichnete eine Station in Blumberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) bei einem unwetterartigen Gewitter 81 Liter pro Quadratmeter – die höchste Tagesniederschlagssumme deutschlandweit an diesem Tag.

Deutliches Südwest-Nordost-Gefälle

Bundesweit beobachtete der DWD ein ausgeprägtes Südwest-Nordost-Gefälle bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer. Die Temperaturunterschiede zwischen den Regionen betrugen drei bis vier Grad. Im Südwesten kühlte es nachts jedoch meist auf unter 20 Grad ab, wodurch die Wärmebelastung über weite Strecken gedämpft wurde. Die Kombination aus extremer Trockenheit und lokalen Starkregen zeigt die zunehmende Variabilität des Wetters, so die Fachleute.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram