20 Tote bei US-saudischen Angriffen im Irak: Krieg eskaliert
20 Tote bei US-saudischen Angriffen im Irak

Bei gemeinsamen Luftangriffen der USA und Saudi-Arabiens auf Stützpunkte pro-iranischer Milizen im Irak sind nach Angaben der vom Iran unterstützten irakischen Volksmobilisierungskräfte mindestens 20 ihrer Mitglieder getötet und 32 verletzt worden. Der schwerste Angriff traf die Provinz Nineweh, wo allein zehn Kämpfer starben. Die USA und Saudi-Arabien erklärten, die Schläge hätten sich gegen „mit dem Iran verbündete Terroristen“ gerichtet, die zuvor mehr als zwei Dutzend Drohnenangriffe auf US-Streitkräfte und saudische Energieinfrastruktur ausgeführt hatten.

USA wehren iranischen Raketenangriff ab

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt. Das Regionalkommando Centcom teilte mit, alle Raketen seien erfolgreich abgefangen worden. Ziel des Angriffs war nach Informationen des Nachrichtenportals „Axios“ ein US-Stützpunkt in Jordanien. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten die Raketen trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab, erklärte Centcom.

US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe im Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine Chance zu geben. „Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran“, sagte Trump „Axios“. Hintergrund des Stopps könnten aber auch Bedenken von US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine gewesen sein: Nach Informationen von CNN hatte Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, insbesondere bei Patriot-Raketen.

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Netanjahu lobt Treffen mit Trump – Fokus auf Irans Atomprogramm

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat ein „exzellentes“ Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus gelobt. „Es war eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten hatte“, erklärte Netanjahu in einer Videobotschaft. Inhalt des Gesprächs war das gemeinsame Ziel, den Iran am Bau einer Atomwaffe zu hindern. Trump sagte, Netanjahu dränge darauf, dass die USA im Iran-Krieg involviert blieben. „Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe“, so Trump.

Das Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu gilt wegen unterschiedlicher Interessen im Iran-Krieg als belastet. Während Israel den Krieg fortsetzen will, setzt Trump auf eine diplomatische Lösung. Netanjahu soll bei dem Treffen Geheimdienstinformationen zur mutmaßlichen iranischen Atomeinrichtung „Pickaxe Mountain“ vorgelegt haben, einem stark befestigten Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang.

Iran droht mit Vergeltung für Angriff auf Frachtschiff

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen. Sybiha räumte ein, dass die Ukraine das Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet habe, betonte aber, es gehe nur um Selbstverteidigung gegen Russland. Araghtschi hatte den Angriff scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht.

Der Kreml warf der Ukraine vor, den „geografischen Radius ihrer terroristischen Angriffe“ auszuweiten. Sprecher Dmitri Peskow sagte, der Angriff auf das iranische Schiff müsse als Angriff auf den Iran selbst gewertet werden. Russland und der Iran sind enge Verbündete.

Straße von Hormus: Iran schlägt Oman Übergangslösung vor

Der Iran hat dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgeschlagen. Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi erklärte im Staatsfernsehen, die Route solle in eine Richtung komplett und in der Gegenrichtung teilweise durch iranische Gewässer verlaufen. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung lehne Teheran ab. Sollte Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen. Der Oman treibt derweil einen eigenen Kompromiss voran, der sich an der Straße von Malakka orientiert: freiwillige Gebühren statt obligatorischer Abgaben.

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UN-Büro sieht Völkerrechtsverstöße Israels im Libanon

Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat großflächige Völkerrechtsverstöße Israels im Libanon dokumentiert. In einem Bericht werden Angriffe auf zivile Infrastruktur und Wohngebiete kritisiert. Die israelische Armee weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Notwendigkeiten der Selbstverteidigung. Der genaue Umfang der Verstöße ist noch unklar.

Jordanien fängt Drohne ab – Spannungen in der Region

Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben eine Drohne über der Wüste im Osten des Landes abgefangen und neutralisiert, ohne die Herkunft zu nennen. Die israelische Armee meldete zeitgleich das Abfangen einer Drohne nahe der Grenze zu Jordanien. Bereits am Montag gab es zwei ähnliche Vorfälle. Die Vorfälle zeigen die zunehmende militärische Aktivität in der Region.

Kanzler Friedrich Merz lehnte derweil EU-Sanktionen gegen jüdische Siedlungen in besetzten palästinensischen Gebieten ab. Er unterstütze die Kommission bei der konsequenten Umsetzung der geltenden Handelsregeln, aber ein Sanktionsregime gegen Israel komme nicht in Frage. „Dabei wird es auch jedenfalls für die gegebene Zeit bleiben“, so Merz in Dublin.