Insgesamt 24 Menschen sind bei zwei separaten ukrainischen Drohnenangriffen auf Busse verletzt worden, wie russische und prorussische Behörden mitteilten. In der Grenzstadt Schebekino in der Region Belgorod traf eine Drohne einen Linienbus, wobei 19 Menschen verletzt wurden, sechs davon schwer. In der von russischen Truppen besetzten Stadt Horliwka in der Ostukraine schlug eine weitere Drohne in einen Bus ein und verletzte fünf Personen.
Angriff auf Linienbus in Schebekino
Der amtierende Gouverneur der Region Belgorod, Alexander Schuwajew, berichtete, dass die Drohne direkt in den Linienbus eingeschlagen sei. „19 Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer“, sagte Schuwajew. Die genauen Umstände des Angriffs sind noch unklar. Die Behörden vor Ort leiteten Rettungsmaßnahmen ein und versorgten die Verletzten in umliegenden Krankenhäusern.
Attacke in Horliwka
In Horliwka, einer Stadt unweit von Donezk, traf eine ukrainische Drohne einen Bus und verletzte fünf Menschen, wie der Bürgermeister Iwan Prichodjko mitteilte. „Eine Drohne schlug in einen Bus ein und verletzte fünf Personen“, erklärte Prichodjko. Die Angaben beider Beamten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Hintergrund: Drohnenkrieg und zivile Opfer
Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe im Abwehrkampf gegen die russische Invasion, die 2022 begann, massiv ausgeweitet. Ziel ist es, die russischen Truppen an der Front vom Nachschub abzuschneiden. Dabei werden jedoch immer wieder zivile Ziele getroffen, was nach internationalem Kriegsrecht verboten ist. Die Unterscheidung zwischen zivilen und militärischen Zielen ist erschwert, weil das russische Militär eigene Fahrzeuge teilweise als zivil tarnt – ebenfalls ein Verstoß gegen das Kriegsrecht. Die jüngsten Vorfälle zeigen die Tragödie des Krieges, bei dem auch Zivilisten zu Schaden kommen. Die genauen Verantwortlichkeiten und die Zahl der zivilen Opfer auf beiden Seiten sind Teil der laufenden Berichterstattung.



