28 Tote bei Raketenangriff: Russland bombardiert Kiew in der Nacht
28 Tote bei Raketenangriff: Russland bombardiert Kiew

In der Nacht zum Donnerstag hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit einem massiven Raketen- und Drohnenangriff überzogen. Mindestens 28 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Die Einsatzkräfte sind noch immer mit Löscharbeiten und der Bergung von Verschütteten beschäftigt.

Explosionen und Rauchwolken über der Stadt

Gegen Mitternacht heulten die Sirenen in Kiew. Kurz darauf erschütterten heftige Explosionen die Stadt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden sowohl Marschflugkörper als auch Kampfdrohnen vom Typ Shahed eingesetzt. Ein Teil der Geschosse wurde abgefangen, mehrere schlugen jedoch in Wohngebieten ein. In mindestens zwei Stadtteilen brachen Brände aus, die dichte Rauchwolken über die Stadt trieben.

Feuerwehr und Rettungskräfte sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem „schweren Angriff auf die Zivilbevölkerung“. In einem betroffenen Hochhaus wurden sieben Menschen unter den Trümmern begraben. Die Zahl der Todesopfer könnte nach Einschätzung von Rettungskräften noch steigen.

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Internationale Reaktionen auf den Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff scharf: „Russland setzt seinen Terror gegen unsere Städte fort. Jeder dieser Angriffe wird dokumentiert und vor internationalen Gerichten zur Sprache kommen.“ Die USA und die EU kündigten weitere Sanktionen gegen Moskau an. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich entsetzt über die anhaltende Gewalt gegen Zivilisten.

Der Angriff erfolgt nur wenige Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau, bei dem nach russischen Angaben mehrere Gebäude beschädigt wurden. Experten sehen darin eine Eskalationsspirale, die den Krieg weiter verschärft.

Lage in Kiew weiter angespannt

Die Strom- und Wasserversorgung in den betroffenen Vierteln ist unterbrochen. Notunterkünfte wurden eingerichtet. Die ukrainische Armee rief die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen und sich nicht in der Nähe von Fenstern aufzuhalten. Der Luftalarm in Kiew dauerte mehr als vier Stunden an. Auch in anderen Regionen der Ukraine gab es Angriffe, darunter in Charkiw und Odessa.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges vor mehr als zwei Jahren wurden tausende Zivilisten getötet. Die UNO schätzt die Zahl der zivilen Opfer auf über 30.000. Der Angriff auf Kiew zeigt, dass die russische Führung weiterhin bereit ist, gezielt urbane Zentren zu attackieren.

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