Elfjähriger Junge rast in Thailand in Pilgergruppe: Acht Mönche tot
Acht Mönche tot: Elfjähriger rast in Pilgergruppe in Thailand

Ein elfjähriger Junge ist in Thailand mit dem Lieferwagen seiner Eltern in eine Pilgergruppe gerast und hat dabei acht buddhistische Mönche getötet. Fünf Mönche starben nach Polizeiangaben noch am Unfallort, drei weitere erlagen später ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag im Nordosten Thailands in der Provinz Mukdahan, nahe der Grenze zum Nachbarland Laos. Die Pilgergruppe, bestehend aus 35 Mönchen und fünf Laien, war während einer Pilgerreise auf einer Straße unterwegs, als sie von dem Fahrzeug erfasst wurde.

Zahl der Verletzten variiert

Die Polizei gab an, dass bei dem Unglück zehn weitere Mönche verletzt wurden. Die Zeitung „Bangkok Post“ berichtete jedoch unter Berufung auf interne Polizeiangaben von 18 verletzten Mönchen, von denen 13 schwer verletzt sein sollen. Die Pilgergruppe hatte laut der Zeitung zuvor in einem Tempel zu Mittag gegessen und ihre Wanderung in Richtung des Bezirks Don Tan wieder aufgenommen, als der Unfall geschah.

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Elfjähriger Fahrer ohne Erlaubnis unterwegs

„Der Verdächtige ist ein Kind“, sagte Provinz-Polizeichef Pairoj Thaiphutsa. Polizeichef Prayut Ruanthongkam von der Stadt Mukdahan ergänzte, es handele sich um einen elfjährigen Jungen. Nach Angaben der Behörden war der Junge ohne die Erlaubnis seiner Eltern mit dem Pick-up losgefahren. Zudem lebe der Junge mit einer Behinderung; nähere Angaben dazu machte die Polizei zunächst nicht.

Berichten zufolge verlor das Kind die Kontrolle über das Fahrzeug und raste in die Pilgergruppe. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Das Fahrzeug werde forensisch untersucht, so Polizeichef Pairoj. Die Polizei werde zudem die Eltern befragen.

Hintergrund: Hohe Unfallrate in Thailand

In Thailand kommt es häufig zu tödlichen Verkehrsunfällen. Ursachen sind oft der schlechte Zustand vieler Fahrzeuge und eine riskante Fahrweise. Der Gouverneur von Mukdahan, Worayan Bunnarat, rief nach dem Unglück dazu auf, mehr für die Verkehrssicherheit zu tun. „Bei der Verhütung von Unfällen müssen alle mithelfen, auch Eltern“, betonte er.

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