Rund zwei Wochen nach der Wiederinbetriebnahme der Strecke Hamburg-Berlin können die Züge auf einem Großteil des Korridors wieder mit der Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde fahren. Für Fahrgäste dauert die Fahrt zwischen der Hauptstadt und der Hansestadt im kürzesten Fall damit 1 Stunde und 47 Minuten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.
Zwei Abschnitte mit reduzierter Geschwindigkeit
Lediglich zwischen Nauen und Berlin sowie zwischen Büchen und Hamburg seien die Fernzüge mit 160 km/h noch deutlich langsamer unterwegs, hieß es von der Bahn. Für diese Abschnitte sei noch ein Software-Update für die dort neu gebauten elektronischen Stellwerke notwendig.
Hintergrund der Sanierung
Die Strecke war zwischen August des vergangenen Jahres und Mitte Juni umfassend saniert worden und in dieser Zeit gesperrt. Nach der Wiedereröffnung vor wenigen Wochen musste noch Technik, die sogenannte Linienzugbeeinflussung, getestet werden. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die Züge zum Stehen kommen, wenn Signale nicht beachtet oder zulässige Geschwindigkeiten überschritten werden.
Tests erfolgreich abgeschlossen
Bis zum Abschluss der Tests in diesen Tagen konnten die Züge auf der modernisierten Gesamtstrecke nur maximal 160 km/h fahren. Nun sind auf rund 170 Kilometern wieder deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich. „Das bringt die dringend benötigten Verbesserungen für Zuverlässigkeit und Stabilität“, teilte der Chef der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo, Philipp Nagl, mit.



