Brandserie in Spandau: Sechs Autos und drei Lkw zerstört
In der Nacht zu Dienstag sind in Berlin-Spandau mehrere Fahrzeuge durch Brandstiftung zerstört worden. Gegen 2.20 Uhr gerieten in der Heerstraße sechs Autos, drei Lastwagen und ein Anhänger in Flammen. Die Feuerwehr konnte die Brände löschen, doch die Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.
Sondereinheit „Ferrum“ übernimmt Ermittlungen
Die Ermittlungen wurden von der Sondereinheit „Ferrum“ des Landeskriminalamts (LKA) übernommen. Diese Einheit wurde erst im November gegründet, um gezielt gegen die türkische Mafia und deren Aktivitäten in Berlin vorzugehen. Dazu gehören insbesondere Schutzgelderpressungen, illegaler Waffenbesitz und Schusswaffenkriminalität. Laut Polizei besteht ein Zusammenhang zwischen den Brandanschlägen und diesen kriminellen Machenschaften.
Hintergrund: Schutzgelderpressungen und Mafia-Aktivitäten
In den vergangenen Monaten hat die Zahl der Schutzgelderpressungen gegen türkische und kurdische Geschäftsleute in Berlin zugenommen. Die Täter fordern oft hohe Geldsummen und drohen mit Gewalt. Die Brandanschläge könnten als Einschüchterungsversuche dienen. Die Sondereinheit „Ferrum“ hat bereits mehrere Verdächtige identifiziert und ermittelt in alle Richtungen. Die Polizei bittet Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.



