Drei Tote bei Schüssen in Montreal – Polizist unter den Opfern
Drei Tote bei Schüssen in Montreal

Bei einem Schusswaffenvorfall im kanadischen Montreal sind am Dienstag drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Todesopfern um einen Polizisten, einen Bürger und den mutmaßlichen Angreifer. Eine Polizistin wurde verletzt, schwebt aber nach Angaben der Behörden nicht in Lebensgefahr.

Polizei warnt vor bewaffnetem Verdächtigen

Die Polizei war zuvor gegen Mittag (Ortszeit) vor einem „bewaffneten und gefährlichen Verdächtigen“ gewarnt und hatte die Bevölkerung aufgefordert, das Viertel Côte-des-Neige zu meiden. Ein Polizeisprecher erklärte, die Einsatzkräfte seien per Notruf alarmiert worden und bei ihrem Eintreffen sofort unter Beschuss geraten. Die Hintergründe der Tat seien noch völlig offen, es handele sich um einen „Albtraum“. Neue Erkenntnisse erwarte man in den kommenden Stunden.

Bürgermeisterin spricht Beileid aus

Montreals Bürgermeisterin Soraya Martinez Ferrada sprach der Familie, den Angehörigen und den Kollegen des getöteten Polizisten ihr tiefstes Beileid aus. Sie dankte auch den Rettungskräften für ihren Einsatz.

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Vorfall in der Nähe eines jüdischen Zentrums

Der jüdische Rettungsdienst Zaka teilte mit, der Angriff habe sich in der Nähe eines Chabad-Zentrums ereignet. Es könne sich um einen Anschlag handeln, hieß es. Die kanadische Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Die Chabad-Lubawitsch-Bewegung, die im späten 18. Jahrhundert gegründet wurde, will Juden ihre Religion und Traditionen näherbringen. Weltweit unterhält die Organisation eigenen Angaben zufolge mehr als 5.000 Institutionen in über 100 Ländern.

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