In der Nacht zum Mittwoch ist am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne entdeckt worden, an der ein verdächtiger Gegenstand befestigt war. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder angebracht gewesen sein. Der Vorfall ereignete sich gegen Mitternacht in der Nähe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs. Die Polizei stufte den Vorfall als „sicherheitsrelevanten Vorfall“ ein und stellte den Flugbetrieb vorübergehend ein.
Flugbetrieb eingestellt und Maschinen umgeleitet
Mehrere Flugzeuge, darunter auch eine Passagiermaschine, wurden nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet. Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein bedeutender Drehkreuz für den Logistikkonzern DHL, der die Einrichtungen stark nutzt. Die Südpiste bleibt für die Ermittlungen gesperrt, während der Nordbereich seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb ist.
DHL-Maschine kollidierte mit unbekanntem Gegenstand
Eine DHL-Frachtmaschine sei kurz nach dem Start in Leipzig mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert, berichtete eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. DHL-Chef Tobias Meyer bestätigte den Zwischenfall: „Das hatte betriebliche Auswirkungen, die durchaus spürbar sind.“ Der verdächtige Gegenstand wurde an der Südpiste entdeckt und von der Bundespolizei untersucht, wobei auch ein Sprengstoffroboter eingesetzt wurde.
Ermittlungen laufen, Hintergründe unklar
Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, und die Südpiste bleibt vorerst gesperrt. Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer der wichtigsten Frachtflughäfen Europas und spielt eine zentrale Rolle im internationalen Logistiknetzwerk. Die Sicherheitsbehörden prüfen derzeit, ob es sich um einen gezielten Anschlag handelte oder ob andere Motive vorliegen.



