Während in der Türkei der Nato-Gipfel begonnen hat, ist die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Kurz nach Mitternacht Ortszeit erschütterten mehrere Explosionen die Dreimillionenstadt. Im Zentrum Kiews war Brandgeruch spürbar, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte bei Telegram über mehrere Brände in zwei Stadtteilen. Der Luftalarm wurde erst mit Verzögerung nach den ersten Explosionen ausgelöst.
Hintergrund des Angriffs
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen eine russische Invasion. Heute werden Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara erwartet. Selenskyj will vor allem größere Lieferungen dringend benötigter Patriot-Flugabwehrraketen zur Abwehr russischer ballistischer Raketen erreichen. Binnen einer Woche wurde Kiew bereits zum dritten Mal vom russischen Militär mit derartigen Raketen angegriffen.
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Die Explosionen rissen die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt aus dem Schlaf. Die Bewohner suchten Schutz in Kellern und U-Bahn-Stationen. Die Feuerwehr war im Einsatz, um die Brände zu löschen. Bislang gibt es keine offiziellen Angaben zu Opfern oder Schäden. Der Angriff unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch russische Raketenangriffe, trotz internationaler Bemühungen um eine Deeskalation.



