Der ehemalige Rockstar Garry Glitter, der bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt wurde, steht erneut vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 79-Jährigen weitere Taten vor.
Neue Vorwürfe gegen Garry Glitter
Die Anklage bezieht sich auf Vorfälle, die sich in den 1970er und 1980er Jahren ereignet haben sollen. Die mutmaßlichen Opfer waren damals minderjährig. Glitter, der mit bürgerlichem Namen Paul Gadd heißt, bestreitet die Vorwürfe.
Bereits in der Vergangenheit wurde Glitter wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. 1999 wurde er in Großbritannien zu vier Jahren Haft verurteilt, nachdem er kinderpornografisches Material besessen hatte. 2006 wurde er in Vietnam zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er Sex mit Minderjährigen hatte.
Rechtliche Schritte und Reaktionen
Die erneute Anklage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die #MeToo-Bewegung weiterhin für Gerechtigkeit für Opfer sexuellen Missbrauchs kämpft. Die Staatsanwaltschaft betont, dass sie die Vorwürfe ernst nimmt und eine gründliche Untersuchung durchführt. Ein Prozessbeginn ist noch nicht festgelegt.
Die Anwälte von Glitter erklärten, dass ihr Mandant unschuldig sei und die Vorwürfe zurückweise. Sie kündigten an, sich gegen die Anklage zu verteidigen.
Auswirkungen auf die Musikindustrie
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die dunklen Seiten der Musikindustrie und den Umgang mit Pädokriminalität. Viele fordern strengere Gesetze und eine konsequentere Verfolgung solcher Taten. Die Musikindustrie selbst hat sich bisher nicht offiziell zu den neuen Vorwürfen geäußert.
Garry Glitter war in den 1970er Jahren mit Hits wie „Rock and Roll (Part 2)“ und „Do You Wanna Touch Me“ bekannt geworden. Sein Vermächtnis ist jedoch durch die Verurteilungen nachhaltig beschädigt.



