Gasexplosion als Ursache für Hauseinsturz in Görlitz bestätigt
Gasexplosion in Görlitz: Drei Tote, Ermittlungen laufen

Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in der Görlitzer Innenstadt mit drei Todesopfern haben kriminaltechnische Untersuchungen den Verdacht einer Gasexplosion als Ursache bestätigt. Die Ermittlungsbehörden in Görlitz teilten am Dienstag mit, dass die Untersuchungen abgeschlossen seien. Ein Defekt an den Gasleitungen der Stadtwerke sei nach bisherigen Erkenntnissen als Auslöser auszuschließen.

Drei Todesopfer und zehn geräumte Nachbarhäuser

Vor rund fünf Wochen war das Gebäude in der Innenstadt von Görlitz eingestürzt. In den Tagen darauf wurden unter den Trümmern die Leichen zweier Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie eines 48-jährigen Mannes geborgen. Nach der Explosion mussten zeitweise zehn Nachbarhäuser geräumt werden.

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Knapp drei Wochen nach dem Unglück nahm die Polizei zwei Tatverdächtige fest. Bei den Männern im Alter von 27 und 33 Jahren handelt es sich mutmaßlich um Metalldiebe. Sie sollen am Unglückstag Rohrleitungen in dem Haus beschädigt oder manipuliert und damit die Gasexplosion verursacht haben. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.

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Ermittlungen zu den Bewegungen der Verdächtigen

Den Angaben zufolge sollen die Verdächtigen am Unglückstag mehrere Straßen in Görlitz durchstreift haben, auf der Suche nach Diebesgut wie Schrott und Buntmetallen. Auch in dem Unglückshaus sollen sie unterwegs gewesen sein. Die Untersuchungen der Spuren sowie die Erstellung von Sachverständigengutachten werden nach Angaben der Ermittlungsbehörden noch „geraume Zeit“ in Anspruch nehmen. Sämtliche Teile der sich im Keller des eingestürzten Gebäudes befindenden Gasinstallation wurden gesichert. Das Landeskriminalamt Sachsen wird nun ein 3D-Modell rekonstruieren, um mögliche Anhaltspunkte für eine Manipulation an den Leitungen zu prüfen.

Gasleitungen wieder freigegeben, Zeugenhinweise eingegangen

Die zeitweise stillgelegten Gasleitungen wurden überprüft und inzwischen für den regulären Betrieb wieder freigegeben. Bislang sind elf Zeugenhinweise eingegangen, die helfen sollen, die Bewegungsbilder der beiden Tatverdächtigen am Unglückstag weiter zu vervollständigen.

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