Haiangriff auf Galapagos: Österreicherin verliert Bein
Eine 30-jährige Frau aus Linz, Österreich, wurde beim Schnorcheln auf den Galapagosinseln von einem Hai attackiert und erlitt schwere Verletzungen. Der rechte Unterschenkel musste amputiert werden. Der Vorfall ereignete sich am 24. Juni 2026 vor der Insel Santa Fe, nahe Santa Cruz.
Der Angriff aus heiterem Himmel
Laut Berichten der „Oberösterreichischen Nachrichten“ war die Frau mit ihrem Mann auf einer geführten Schnorcheltour zu Seelöwen und Schildkröten. Das Boot startete von Santa Cruz mit sieben weiteren Touristen und einem Guide. Im flachen Wasser vor Santa Fe richtete Elisabeth O. ihre Kamera ein, als der Hai plötzlich zubiss. „Der Hai kam aus dem Nichts!“, sagte sie gegenüber der Zeitung. Sie wehrte sich verzweifelt und konnte sich schließlich befreien.
Medizinische Notversorgung und Amputation
Zwei kanadische Ärzte in der Reisegruppe leisteten sofort Erste Hilfe. Das Boot brachte die Schwerverletzte zurück nach Santa Cruz, wo sie operiert und anschließend nach Guayaquil auf das ecuadorianische Festland geflogen wurde. Im Krankenhaus musste der rechte Unterschenkel amputiert werden. Die Frau hatte dies bereits befürchtet: „Als ich ihn nach dem Hai-Angriff gesehen habe, wusste ich, dass er nicht zu retten sein wird.“ Der Hai biss zudem dreimal in ihr linkes Bein, aber die Wunden heilten gut.
Folgen und Genesung
Elisabeth O. feierte ihren 30. Geburtstag im Krankenhaus und übt bereits das Gehen mit einer Gehhilfe. „Ich bin dankbar, dass ich noch am Leben bin. Heutige Prothesen sind wahre Wunderwerke, ich werde mein Leben weiterleben können.“ Auf den Galapagosinseln gibt es verschiedene Haiarten, darunter Tigerhai und Galapagoshai, die als gefährlich für Menschen gelten. Experten empfehlen, nur mit erfahrenen Guides zu tauchen oder zu schnorcheln. Bisher gab es auf den Inseln keinen Todesfall durch einen Haiangriff. Die Identität des Angreifers bleibt unklar.



