Der Iran-Krieg eskaliert und die Auswirkungen sind an den Zapfsäulen in Deutschland deutlich spürbar. Am Sonntag, den 19. Juli 2026, erreichte der Preis für einen Liter Super im bundesweiten Durchschnitt nach dem täglichen Zwölf-Uhr-Sprung 2,328 Euro. E10 stieg auf 2,274 Euro, Diesel auf 2,305 Euro. Eine Tankfüllung von 50 Litern Super kostet damit mehr als 116 Euro, Diesel schlägt mit über 115 Euro zu Buche.
Dieselpreis steigt innerhalb einer Woche um 6,7 Cent
Besonders stark ist der Anstieg beim Diesel: Am Sonntag, dem 12. Juli, lag der Preis nach dem Zwölf-Uhr-Sprung noch bei 2,238 Euro. Eine Woche später sind es 2,305 Euro – ein Plus von 6,7 Cent pro Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern zahlen Autofahrer damit 3,35 Euro mehr als in der Vorwoche. Der Preisschock trifft Pendler, Urlauber und Familien gleichermaßen.
Ölpreis steigt um 13 Prozent
Grund für die Preisrallye ist die erneute Eskalation des Iran-Kriegs. Die Sorge vor Lieferausfällen aus der Golfregion und Einschränkungen von Handelswegen treibt den Ölpreis in die Höhe. Innerhalb einer Woche legte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um mehr als 13 Prozent zu und notierte am Freitag bei rund 88 Dollar. Dieser Anstieg verteuert nicht nur das Tanken, sondern auch Heizöl und viele andere Produkte, da höhere Energiepreise Transporte und Produktion belasten.
Auswirkungen auf Inflation und Zinsen
Der kräftige Ölpreisanstieg schürt Sorgen vor steigender Inflation und einer Belastung der Weltwirtschaft. Höhere Energiepreise verteuern Transporte, Produktion und letztlich viele Waren des täglichen Lebens. Die Hoffnung auf bald sinkende Zinsen könnte dadurch einen Dämpfer bekommen. Seit dem 1. Juli ist der Tankrabatt ausgelaufen, sodass Autofahrern nur noch die Zwölf-Uhr-Regel bleibt. Diese bündelt die Preiserhöhungen auf einen festen Zeitpunkt, macht das Tanken aber nicht billiger.



