Iran-Krieg: Zwei US-Soldaten getötet – Hisbollah-Zelle angegriffen
Iran-Krieg: Zwei US-Soldaten getötet – Hisbollah angegriffen

Zwei US-Soldaten sind bei einem Einsatz in Jordanien getötet worden, wie das US-Regionalkommando Centcom mitteilte. Sie seien am Freitag ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Es sind die ersten gemeldeten Todesfälle seit der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg.

Israel greift Hisbollah-Zelle im Südlibanon an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine Hisbollah-Zelle im Südlibanon angegriffen. Zuvor seien in der Gegend um Tebnit eine Drohne sowie Kämpfer der Miliz entdeckt worden. Letztere seien in der Nähe israelischer Soldaten in Deckung gegangen, teilt die Armee mit. Die Luftwaffe habe die Islamisten attackiert, um eine Bedrohung für die Truppen abzuwenden. Das Vorgehen der Hisbollah stelle einen Verstoß gegen die geltende Waffenruhe dar. Eine Stellungnahme der libanesischen Miliz liegt zunächst nicht vor.

Neun Tote bei israelischen Angriffen in Gaza

Bei einem Angriff auf eine Wohnung im Gazastreifen, Stadtteil Nasr, seien mindestens fünf Menschen getötet worden, darunter Kinder im Alter zwischen acht und 18 Jahren, erklärte der Direktor des Schifa-Krankenhauses, Mohammed Abu Selmija. Sechs weitere Menschen erlitten Verletzungen. Ein weiterer israelischer Angriff traf eine Gruppe im Stadtteil Seitun. Vier Menschen wurden getötet und eine Person schwer verletzt. Das israelische Militär erklärte, es habe einen Hamas-Terroristen ins Visier genommen.

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Iran setzt Rahmenabkommen mit USA aus

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr. „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut Nachrichtenagentur Fars. „Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Maßnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstoßen. Das sei der Grund gewesen, warum auch der Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühlt.“ Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus.

Kuwait verurteilt iranische Angriffe – Schaden an Ölanlage

Der mit den USA verbündete Golfstaat Kuwait hat den jüngsten Beschuss aus dem Iran scharf verurteilt. Kuwaits Staatsagentur Kuna meldete iranische Angriffe auf einen „bedeutenden“ Standort des Ölsektors. Dabei sei erheblicher Sachschaden entstanden und mehrere Menschen verletzt worden, hieß es unter Berufung auf den Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation. Ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums erklärte, der Iran habe nicht nur Militär- und Sicherheitseinrichtungen, sondern auch zivile Ziele ins Visier genommen, darunter „Anlagen zur Öl-, Strom- und Wasserversorgung“.

Weitere Entwicklungen: US-Tankflugzeuge, Angriffe auf Stützpunkte und Dünger-Knappheit

Der Streit über die Stationierung weiterer US-Tankflugzeuge auf dem israelischen Großflughafen Ben Gurion ist beigelegt. Die zusätzlichen Flugzeuge sollen auf Stützpunkten der israelischen Luftwaffe stationiert werden. Die iranische Revolutionsgarde meldete die Zerstörung von mindestens zwei US-Kampfflugzeugen in Jordanien. Kuwait meldete einen Angriff auf ein Elektrizitätswerk. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, warnte vor einer Dünger-Knappheit durch die Hormus-Blockade. Die Durchfahrten durch die Straße von Hormus fielen auf ein Dreiwochentief von acht Schiffen am Donnerstag.

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