Iran-Krieg: Hormus-Gebühren vorerst ausgesetzt, Waffenruhe mit Hisbollah
Iran setzt Hormus-Gebühren aus, Waffenruhe mit Hisbollah

Iran-Krieg: Neueste Entwicklungen im Überblick

Der Iran hat nach der Einigung mit den USA auf eine vorübergehende freie Schifffahrt in der Straße von Hormus neue Bedingungen veröffentlicht. Für die nächsten 60 Tage werden keine Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen erhoben, wie die neu gegründete Persian Gulf Strait Authority auf X mitteilte. Allerdings behält sich der Iran vor, nach Ablauf dieser Frist Gebühren zu verlangen. Schiffe müssen ihre Durchfahrt mindestens 48 Stunden im Voraus online beantragen.

Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt, die am Freitag um 16:00 Uhr Ortszeit in Kraft treten soll. Vermittler aus den USA und Katar hatten die Vereinbarung mit Unterstützung des Iran ausgehandelt.

Hisbollah fordert Waffenruhe als Bedingung für Iran-Gespräche

Der Iran hat die Fortsetzung der Gespräche mit den USA an die Umsetzung einer umfassenden Waffenruhe geknüpft, wie ein Hisbollah-Vertreter mitteilte. Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah forderte die libanesische Regierung auf, direkte Verhandlungen mit Israel abzulehnen, solange die israelischen Angriffe andauern. Washington trage die Verantwortung dafür, dass Israel die Bedingungen des Rahmenabkommens einhalte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Netanjahu wirft Hisbollah Bruch der Waffenruhe vor

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Armee angewiesen, hart gegen die Hisbollah vorzugehen. Er begründete dies auf X mit einem „abscheulichen Angriff der Hisbollah“, der einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe darstelle. Vier israelische Soldaten wurden bei Angriffen getötet. Netanjahu schloss einen Truppenabzug aus dem Südlibanon aus und kündigte an, Israel werde so lange wie nötig in der Sicherheitszone verbleiben.

US-Botschafter zeigt Verständnis für israelische Angriffe

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, verteidigte die israelischen Angriffe im Libanon. Israel schlage zurück, wenn es angegriffen werde. Eine Waffenruhe komme zustande, wenn die Hisbollah aufhöre zu schießen. Weder Israel noch die Hisbollah sind Vertragsparteien des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran, das ein sofortiges Ende des Krieges an allen Fronten vorsieht.

Kein Ende der Gewalt im Libanon

Trotz des US-Iran-Abkommens bleibt der Libanon ein Brennpunkt. Die israelische Armee griff Stellungen der Hisbollah im Südlibanon aus der Luft an, nachdem die Hisbollah Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert hatte. Auf libanesischer Seite wurden 18 Menschen getötet und 33 verletzt, darunter acht Mitglieder derselben Familie.

Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt

Die für Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock in der Schweiz wurden abgesagt. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt. Die Verhandlungen sollten ein dauerhaftes Abkommen ausarbeiten.

Steinmeier bedauert Kündigung des Atomabkommens

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußerte Bedauern über die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch Donald Trump im Jahr 2015. Die angestrebte Vereinbarung werde bestenfalls dem damaligen Abkommen entsprechen, das eine gute und detaillierte Regelung gewesen sei.

USA heben Blockade des Iran auf

Nach Inkrafttreten des Rahmenabkommens passieren wieder Öltanker die Straße von Hormus. Die US-Regierung erklärte ihre Blockade des Iran für aufgehoben. Der Ölpreis fiel daraufhin auf den niedrigsten Stand seit dem 2. März.

Trumps Iran-Deal stößt auf Kritik in eigener Partei

Das vorläufige Abkommen stößt in Trumps eigener Partei auf scharfe Kritik. Führende Republikaner bezeichnen es als den „schlimmsten außenpolitischen Fehler seit Jahrzehnten“. Im Mittelpunkt stehen Berichte, wonach die USA eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben und einen 300-Milliarden-Dollar-Fonds für Investitionen im Iran ermöglichen.

Iran lädt IAEA-Inspektoren ein

Der Iran wird die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zur Inspektion von Nuklearanlagen einladen und Lagerorte seines angereicherten Kernbrennstoffs offenlegen, wie US-Unterhändler Steve Witkoff mitteilte. Das Rahmenabkommen enthalte keine Nebenabsprachen, aber ein Begleitschreiben des Iran an die IAEA.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Chamenei billigt Absichtserklärung mit Vorbehalten

Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Chamenei billigte die Absichtserklärung mit den USA, betonte aber, dass direkte Verhandlungen nicht bedeuteten, die Position des Feindes zu akzeptieren. Präsident Peseschkian habe zugesichert, bei überzogenen Forderungen nicht nachzugeben.

USA verhängen Sanktionen gegen Hisbollah-Unterstützer

Die US-Regierung verhängte Sanktionen gegen Unterstützer der Hisbollah, darunter libanesische Amtsträger und Mitglieder eines Geschäftsnetzwerks. Ihnen wird vorgeworfen, den Friedensprozess zu behindern und die Entwaffnung der Hisbollah zu verzögern.

Vance warnt Israel vor Kritik

US-Vizepräsident JD Vance warnte Israel vor Kritik am Abkommen mit dem Iran. Er würde an Israels Stelle nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen. Trump sei das einzige Staatsoberhaupt, das Israel wohlgesonnen sei.