Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zu Mittwoch erneut von einem russischen Raketenangriff getroffen worden. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdienstes kamen dabei mindestens 14 Menschen ums Leben. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte den Angriff und sprach von einer erneuten Attacke auf die Stadt.
Angriff in den frühen Morgenstunden
Nach ersten Erkenntnissen schlugen die Raketen in mehreren Stadtteilen ein, darunter auch in Wohngebieten. Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz, um Verschüttete zu bergen und Brände zu löschen. Die genaue Zahl der Verletzten ist noch unklar, dürfte aber deutlich höher liegen.
Klitschko rief die Bewohner auf, in Schutzräumen zu bleiben und die Anweisungen der Behörden zu befolgen. „Die Angriffe auf unsere Stadt sind barbarisch und treffen vor allem die Zivilbevölkerung“, sagte der Bürgermeister in einer Videobotschaft.
Russland meldet Drohnenangriff auf Tula
Unterdessen hat das russische Verteidigungsministerium einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Tula südlich von Moskau gemeldet. Nach offiziellen Angaben konnten alle Drohnen abgefangen werden, bevor sie Schaden anrichteten. Über Opfer oder Sachschäden wurde zunächst nichts bekannt.
Die Ukraine hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert. In den vergangenen Wochen hatten ukrainische Streitkräfte wiederholt Ziele auf russischem Territorium attackiert, oft mit selbstgebauten Drohnen.
Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
Der erneute Angriff auf Kiew zeigt, dass die russischen Streitkräfte ihre Luftangriffe auf ukrainische Städte fortsetzen, obwohl die Frontlinie im Osten weitgehend stabil ist. Die Bewohner der Hauptstadt leiden unter ständigen Luftalarmen und nächtlichen Explosionen. Viele Familien haben die Stadt bereits verlassen oder suchen Schutz in U-Bahn-Stationen.
Internationale Organisationen verurteilten den Angriff scharf. Die Vereinten Nationen forderten ein Ende der Angriffe auf zivile Infrastruktur und erinnerten an das Völkerrecht.
Reaktionen aus der Politik
Die ukrainische Regierung kündigte an, die Angriffe zu beantworten. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in seiner abendlichen Ansprache, dass Russland für jede Zerstörung bezahlen werde. Westliche Verbündete sicherten der Ukraine weitere militärische Unterstützung zu, insbesondere bei der Luftverteidigung.
Die Lage bleibt angespannt, und die Bewohner von Kiew und anderen Städten müssen sich auf weitere Angriffe einstellen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge.



