Seit dem 21. Juni gilt auf der von Russland besetzten Krim ein Verkaufsstopp für Benzin. Der Chef der Besatzungsbehörden, Sergej Aksjonow, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf, ohne den Grund für die Krise zu nennen: Die Ukraine attackiert mit Drohnen russische Ölraffinerien und Treibstofflaster auf der Halbinsel. Am Sonntag griffen ukrainische Streitkräfte beide Seiten der Krimbrücke an. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, ein Öldepot in Kertsch und Transportinfrastruktur für Öl seien getroffen worden. Er bezeichnete die Angriffe als „Langstreckenstärke“, die „für den Frieden“ wirke.
Influencer zeigen Urlaubsidylle – Realität sieht anders aus
Auf Instagram suchen Nutzer unter dem russischen Schlagwort „Krim“ derzeit zwei Arten von Videos: Volle Strände, Urlauber im Schwarzen Meer, Selfies und Eis essen – die Botschaft: Hier ist alles normal. Doch dagegen stehen Videos wie das eines krimtatarischen Bloggers vom Sonntag: Er filmt eine fast leere Landstraße von Simferopol an die Südküste zu beliebten Urlaubsorten wie Aluschta. Viele Videos tragen den Schriftzug „21. Juni“ – dem Tag des Benzinverkaufsstopps.
Ukrainische Strategie: Krim von russischem Festland isolieren
Die Ukraine verfolgt eine klare Strategie: die Krim vom restlichen russisch kontrollierten Gebiet zu isolieren. Verteidigungsminister Mychailo Fjodorow sagte kürzlich: „Die Halbinsel wird zur Insel werden.“ Am Sonntag griffen ukrainische Streitkräfte beide Seiten der Krimbrücke an. Selenskyj bestätigte Treffer auf ein Öldepot in Kertsch und Transportinfrastruktur für Öl. Die Angriffe bezeichnete er als „Langstreckenstärke“ für den Frieden.
Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine
Durch russische Angriffe wurden in der Ukraine mindestens fünf Menschen getötet. In der Gemeinde Snob-Nowhorodske im Gebiet Sumy traf ein Drohnenangriff das Haus einer kinderreichen Familie, so die regionale Staatsanwaltschaft. In Saporischschja tötete ein russischer Drohnenangriff eine Frau, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow mitteilte.
Fabrikbrand in Russland nach Raketenangriff
In der westrussischen Millionenstadt Woronesch wurde eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt. Gouverneur Alexander Gussew schrieb bei Telegram: „Zum derzeitigen Moment ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt.“ Er räumte Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein.
Ukraine meldet Angriff auf russisches Satelliten-Zentrum
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Satellitenkommunikationszentrum in Dubna bei Moskau angegriffen. Der Generalstab teilte am Montag mit, bei dem Angriff sei starke Rauchentwicklung beobachtet worden. Das genaue Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt.
Stromausfälle auf der Krim nach Drohnenangriffen
Nach den jüngsten Drohnenangriffen kommt es auf der Krim zu Problemen bei der Stromversorgung. Der Energieversorger „Krymenerhoinform“ teilte bei Telegram mit, dass Einschränkungen beim Stromverbrauch eingeführt wurden. „Aufgrund von Störungen an Anlagen des Stromnetzes der Republik Krim werden in den Regionen der Halbinsel Verbrauchsbeschränkungen für elektrische Energie eingeführt.“
Selenskyj: Ukraine will über Verhandlungsvertreter entscheiden
Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einem Interview mit ukrainischen Medien, die Ukraine wolle entscheiden, wer Europa bei möglichen Verhandlungen mit Russland vertritt. Die europäische Seite werde das Format prüfen und mehrere Optionen vorschlagen.



