Ein 28-jähriger Urlauber aus Mexiko-Stadt ist am Freitagabend im mexikanischen Badeort Puerto Vallarta von einem Krokodil angegriffen und getötet worden. Die Tragödie ereignete sich am Marina Vallarta Beach, direkt vor dem Marriott Puerto Vallarta Resort & Spa, in Sichtweite zahlreicher Touristen.
Verzweifelte Hilferufe und Rettungsversuche
Augenzeugen berichteten, sie hätten zunächst verzweifelte Hilferufe aus dem Wasser gehört. Viele gingen davon aus, der Mann sei in eine starke Strömung geraten. Erst als Helfer näher kamen, erkannten sie das Krokodil. Ein Urlauberpaar aus dem kalifornischen Orange County, Jamie Yetter und ihr Verlobter Chris Bury, wurde Zeuge des Angriffs. Das Reptil packte den Mann am Bein und zog ihn wiederholt unter Wasser. „Wir hatten gerade unseren Abendspaziergang beendet und waren in den Pool gesprungen. Von dort hörten wir plötzlich Schreie vom Strand“, sagte Yetter laut US-Medien.
Rettung scheitert, Leiche geborgen
Yetter und Bury reagierten sofort. „Chris und ich sind gute Schwimmer, wir kommen aus Südkalifornien. Deshalb sind wir sofort aus dem Pool, um nachzusehen, was los war“, so Yetter. Bury griff sich ein Kajak und warf dem Opfer einen Rettungsring zu. Nach seinen Schilderungen konnte der 28-Jährige den Ring jedoch nicht mehr greifen. Wenige Augenblicke später verschwand er unter Wasser. Polizei und Rettungskräfte suchten die ganze Nacht nach dem Vermissten. Erst am Samstagmorgen wurde seine Leiche rund 300 Meter vor der Küste geborgen.
Warnschilder und Gefahren durch Krokodile
Das Hotel Marriott Puerto Vallarta Resort erklärte, zum Zeitpunkt des Unglücks hätten Warnschilder auf die Gefahr hingewiesen. Die Behörden warnten nach der tödlichen Attacke eindringlich davor, an Strandabschnitten in der Nähe von Mangroven und Flussmündungen ins Wasser zu gehen. In der Region leben Amerikanische Krokodile, die besonders in der Regenzeit häufiger an die Küste kommen. Tödliche Angriffe gelten dennoch als selten.



