Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 19.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando Centcom auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, die der Iran für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus einsetze.
Eskalation im Iran-Krieg
Im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. Die USA meldeten in der vergangenen Woche so viele Tote in den eigenen Reihen wie seit Monaten nicht mehr.
Am Samstag hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von zwei Soldaten infolge von iranischem Beschuss gemeldet. Am Sonntag teilte Centcom den Tod eines weiteren US-Soldaten mit. Dieser war den Angaben zufolge am Samstag im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen.
Steigende Verluste der USA
Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten liegt damit nun bei 17. Das US-Militär setzt die Angriffe unvermindert fort, um die militärischen Fähigkeiten des Irans zu schwächen. Die Angriffe konzentrieren sich auf die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öl- und Gastransport.
Die USA haben in der vergangenen Woche so viele Verluste in den eigenen Reihen verzeichnet wie seit Monaten nicht mehr. Die Eskalation des Konflikts begann Anfang des Monats, als der Iran vermehrt Handelsschiffe in der Straße von Hormus angriff. Die USA reagierten mit Luftangriffen auf iranische Stellungen.
Die Angriffe der neunten Nacht in Folge zeigen, dass die USA entschlossen sind, die iranischen Fähigkeiten weiter zu schwächen. Die genauen Ziele der Angriffe wurden nicht bekannt gegeben, aber das Centcom erklärte, dass sie darauf abzielen, die Fähigkeit des Irans zu beeinträchtigen, Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute durchzuführen.



