Brandstiftungsprozess zu verheerenden Feuern in Los Angeles geplatzt
Prozess um Brandstiftung in Los Angeles geplatzt

Geschworene uneinig: Verfahren gegen mutmaßlichen Brandstifter gescheitert

Der Prozess gegen einen 30-jährigen Mann, dem im Zusammenhang mit den verheerenden Feuern im Januar 2025 im Raum Los Angeles Brandstiftung vorgeworfen wurde, ist ohne Urteil geplatzt. Die Geschworenen in Kalifornien konnten sich nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Die zuständige Richterin erklärte daraufhin ein sogenanntes Fehlverfahren (Mistrial). Der Leiter der Bundesstaatsanwaltschaft in Los Angeles, Bill Essayli, kündigte auf der Plattform X an, dass die Anklage den Fall erneut vor Gericht bringen werde.

Angeklagtem drohten 45 Jahre Haft

Dem 30-jährigen Angeklagten drohte im Falle eines Schuldspruchs eine Höchststrafe von 45 Jahren Haft in drei Anklagepunkten. Er hatte in dem Prozess seine Schuld bestritten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am Neujahrstag 2025 einen Brand verursacht zu haben, der wenige Tage später zu dem verheerenden Palisades-Feuer wurde. Das Feuer am Stadtrand von Los Angeles sei zunächst von der Feuerwehr gelöscht worden, doch es schwelte unterirdisch weiter und habe sich am 7. Januar bei heftigen Winden ausgebreitet, teilten die Ermittler mit.

Anklage: Mann legte Feuer absichtlich

Laut der Anklage soll der Mann das Feuer in einer Hügelregion absichtlich gelegt haben. Die Ermittler verwiesen unter anderem auf Videos von Überwachungskameras und Zeugenaussagen, die den Angeklagten mit der Stelle, wo das Feuer seinen Ursprung hatte, in Verbindung brachten. Die Verteidigung argumentierte hingegen, dass es keine konkreten Beweise für Brandstiftung gebe. Zu dem Zeitpunkt habe es in dem Gebiet auch Silvester-Feuerwerk gegeben, das einen Brand ausgelöst haben könnte.

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Verheerende Brände im Januar 2025

Zwei schwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das sogenannte Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, hatten im Januar 2025 mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben. Der Mann war im Oktober 2025, gut neun Monate nach Ausbruch der wochenlang wütenden Feuer im Großraum von Los Angeles, festgenommen worden.

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