Ukraine-Krieg: Raketenangriff auf Kiew fordert Tote und Verletzte
Raketenangriff auf Kiew: Tote und Verletzte

In der Nacht hat das russische Militär erneut einen Angriff mit ballistischen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung geführt. Dabei wurde eine Frau getötet, mindestens zwölf Menschen wurden nach Angaben der Militärverwaltung verletzt. In mehreren Stadtteilen kam es zu Bränden, erste Berichte melden Schäden in mindestens sieben Bezirken. Die Luftabwehr war im Einsatz, um die anfliegenden Raketen abzufangen.

Rettungsarbeiten in Holossijiw und Obolon

Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte zunächst noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck, um Verschüttete zu finden.

Im Bezirk Obolon seien mehrere Brände ausgebrochen, die Feuerwehr versuche, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Auch im Bezirk Desna geriet laut Klitschko ein Lagerhaus in Brand. Trümmerteile einer Rakete seien in der Nähe eines Wohngebiets heruntergefallen, was die Anwohner in Angst und Schrecken versetzte. Die genauen Schäden sind noch unklar.

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Krieg dauert bereits viereinhalb Jahre

Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Immer wieder kommt auch die Hauptstadt unter Beschuss, insbesondere in den Nachtstunden. Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kiew mit heftigen Angriffen mit ballistischen Raketen überzogen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt. Die Angriffe reißen nicht ab und treffen die Zivilbevölkerung schwer.

Luftabwehr an der Belastungsgrenze

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um Russlands Angriffe mit ballistischen Raketen erfolgreich abzuwehren. Diese Aussage machte die ukrainische Regierung bereits vor dem jüngsten Angriff. Die westlichen Partner haben zwar Luftabwehrsysteme geliefert, doch die Munition wird knapp. Die anhaltenden russischen Angriffe zielen darauf ab, die ukrainische Infrastruktur zu zerstören und die Bevölkerung zu demoralisieren.

Die Behörden in Kiew riefen die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben und die Warnhinweise der Luftverteidigung ernst zu nehmen. Die Lage bleibt angespannt, weitere Angriffe sind nicht ausgeschlossen. Die internationale Gemeinschaft verurteilt die russischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung erneut aufs Schärfste.

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