Ein ausländisches Containerschiff ist nach Angaben iranischer Staatsmedien in der Straße von Hormus auf Grund gelaufen. Der Vorfall ereignete sich nahe der iranischen Insel Larak. Grund dafür sei, dass der Frachter außerhalb der festgelegten Schifffahrtsroute in flache Gewässer geraten sei, wie die Nachrichtenagentur ISNA berichtete.
Nur eine genehmigte Route
Schiffe dürfen die Meerenge derzeit nur durch den Korridor südlich der iranischen Insel Larak passieren. Die iranischen Revolutionsgarden bezeichnen diese Route als einzig genehmigten Ein- und Ausfahrtsweg für alle Schiffe, die die Straße von Hormus durchqueren. Sie beharren darauf, dass ausschließlich diese Route befahren werden darf. Damit will Teheran die Kontrolle darüber behalten, welche Schiffe die Meerenge passieren.
Heikler Zeitpunkt
Der Vorfall kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Zuletzt hatten Angriffe auf Handelsschiffe die Hoffnung auf eine Normalisierung des Schiffsverkehrs im Golf gedämpft. Ein US-Iran-Interimsabkommen hatte zunächst für einen Wiederanstieg des Verkehrs gesorgt, nachdem die Meerenge über Wochen blockiert gewesen war. Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Beide Seiten wollen nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Mittwoch in Katar indirekte Gespräche führen. Geplant seien getrennte Beratungen mit den katarischen und pakistanischen Vermittlern, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Die US-Gesandten Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) nehmen demnach nicht an den „technischen Gesprächen“ in Doha teil.



