In der Nacht zu Donnerstag haben Einwohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew erneut Schutz in U-Bahnhöfen gesucht. Russland führte eine neue Angriffswelle durch, die neben Kiew auch weitere Städte traf. Die russische Seite bestätigte die Angriffe. Polen reagierte darauf mit dem Aufstieg von Kampfjets, um seinen Luftraum zu sichern.
Hintergrund der Angriffswelle
Die Angriffe sind Teil der anhaltenden russischen Offensive im Ukraine-Krieg. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Luftangriffe auf Kiew gegeben. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Abschuss mehrerer Drohnen und Raketen, doch einige Geschosse trafen ihre Ziele. Berichten zufolge wurden in mehreren Stadtteilen Kiews Einschläge registriert. Die Zahl der Opfer ist noch unklar.
Reaktion der Ukraine und der internationalen Gemeinschaft
Die ukrainische Regierung verurteilte die Angriffe scharf. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Attacken als „barbarisch“ und forderte mehr westliche Unterstützung bei der Luftabwehr. „Wir brauchen mehr Systeme, um unsere Städte zu schützen“, sagte er in einer Videobotschaft. Polen zeigte sich solidarisch und hob Kampfjets in die Luft, um mögliche Verletzungen des eigenen Luftraums zu verhindern. Die NATO war über die Maßnahme informiert.
Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung
Die Zivilbevölkerung in Kiew ist durch die wiederholten Angriffe stark belastet. Viele Einwohner verbrachten die Nacht in U-Bahnstationen, die als Schutzräume dienen. Schulen und Geschäfte blieben am Morgen geschlossen. Die Stadtverwaltung rief die Bürger auf, in Sicherheit zu bleiben und Luftalarme ernst zu nehmen. In anderen Städten wie Charkiw und Odessa wurden ebenfalls Angriffe gemeldet.
Militärische Lage
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs hat Russland in den letzten 24 Stunden über 50 Raketen und Drohnen eingesetzt. Die ukrainische Luftabwehr konnte etwa 70 Prozent abfangen. Dennoch verursachten die Treffer Schäden an der Infrastruktur. In Kiew wurden Stromausfälle gemeldet. Die russische Seite erklärte, die Angriffe richteten sich gegen militärische Ziele, was von ukrainischer Seite bestritten wird.
Internationale Reaktionen
Die USA und die EU verurteilten die Angriffe scharf. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte: „Russland setzt seine brutale Taktik fort. Wir werden die Ukraine weiterhin unterstützen.“ Die polnische Regierung betonte, dass der Aufstieg der Kampfjets eine Vorsichtsmaßnahme sei. „Wir werden unseren Luftraum verteidigen“, erklärte Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak.
Historischer Kontext
Der Ukraine-Krieg begann im Februar 2022 und hat bereits Zehntausende Tote gefordert. Kiew war immer wieder Ziel russischer Angriffe, konnte aber bisher nicht eingenommen werden. Die jüngste Welle zeigt, dass Russland weiterhin die Fähigkeit zu großangelegten Luftangriffen hat. Die Ukraine bittet um mehr westliche Waffen, insbesondere moderne Luftabwehrsysteme.
Fazit
Die nächtlichen Angriffe auf Kiew und andere Städte sind ein weiteres Kapitel im anhaltenden Krieg. Die Zivilbevölkerung leidet unter der ständigen Bedrohung. Polens Reaktion zeigt, dass die Spannungen auch auf die Nachbarländer übergreifen. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die Ukraine zu unterstützen, ohne eine Eskalation zu riskieren.



