Jesse Jackson: Bürgerrechtsikone mit 84 Jahren gestorben
Jesse Jackson: Bürgerrechtsikone mit 84 Jahren gestorben

Der US-amerikanische Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren gestorben. In einer Erklärung seiner Familie heißt es, er sei friedlich verstorben. Jackson litt zuletzt an der degenerativen Nervenerkrankung Progressive Supranukleäre Blickparese (PSP), die im November 2024 diagnostiziert worden war. Bereits 2017 hatte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht.

Jackson galt als eine der einflussreichsten schwarzen Persönlichkeiten der USA zwischen Martin Luther King und der Wahl von Barack Obama. Er kandidierte zweimal erfolglos für das Amt des US-Präsidenten, prägte jedoch als Redner und Prediger die Demokratische Partei. Seine Vision einer „Regenbogenkoalition“ der Armen und Ausgegrenzten beeinflusste die Bürgerrechtsbewegung und spätere Kampagnen wie „Black Lives Matter“.

Geboren am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, wurde Jackson ein Vertrauter von Martin Luther King. Seine berühmteste Rede hielt er 1984 beim Parteitag der Demokraten in San Francisco, in der er sagte: „Mein Wahlkreis sind die Verzweifelten, die Verdammten, die Enterbten, die Missachteten und die Verachteten.“ Bei der Wahl Barack Obamas 2008 war Jackson im Grant Park in Chicago zu sehen, mit Tränen in den Augen.

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