Einigung USA-Iran: Trump wollte Iran brechen – und hat den Nahen Osten verloren
Der SPIEGEL-Leitartikel von Dunja Ramadan analysiert die jüngste Einigung zwischen den USA und Iran. US-Präsident Donald Trump feiert sich für einen Deal, der nach Ansicht der Autorin auch ohne einen Krieg gegen Iran möglich gewesen wäre. Zurück bleiben arabische Staaten, die den Schaden haben – und ihre Zukunft nun ohne Washington organisieren müssen.
Trumps Strategie gescheitert
Trump verfolgte seit seinem Amtsantritt eine Politik des maximalen Drucks auf Iran. Sein Ziel war es, das Regime in Teheran zu brechen. Doch die Einigung zeigt: Der Preis für diese Konfrontation war hoch. Die USA haben im Nahen Osten an Einfluss verloren, während arabische Staaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zunehmend eigenständige Wege gehen.
Die Folgen für die Region
Die arabischen Staaten, die lange auf Washington als Schutzmacht setzten, sehen sich nun gezwungen, ihre Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen neu auszurichten. Sie suchen verstärkt den Dialog mit Iran und anderen regionalen Mächten. Die USA, so die Analyse, sind in der Region zunehmend zum Statisten geworden.
Ein Deal um jeden Preis?
Trump feiert die Einigung als historischen Erfolg. Kritiker hingegen bemängeln, dass der Deal zu spät komme und die USA ihre Glaubwürdigkeit verspielt hätten. Die Frage bleibt, ob die Vereinbarung langfristig Stabilität bringt oder nur den nächsten Konflikt aufschiebt.
Der Leitartikel zeichnet ein düsteres Bild der US-Außenpolitik unter Trump. Die Einigung mit Iran sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch der Schaden für die Beziehungen zu den arabischen Partnern sei bereits angerichtet. Die Zukunft des Nahen Ostens werde nun ohne die USA gestaltet.



