Militärexperte: Putin könnte neue Mobilisierungswelle ausrufen
Putin könnte neue Mobilisierungswelle ausrufen

Die Ukraine verstärkt ihren militärischen Druck auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim. Laut Militärexperte Franz-Stefan Gady könnte dies Präsident Wladimir Putin dazu zwingen, eine neue Mobilisierungswelle auszurufen. In einem Interview mit dem SPIEGEL analysiert Gady die veränderte Lage und die möglichen Folgen für den Kriegsverlauf.

Ukrainische Angriffe auf die Krim

In den vergangenen Wochen hat die ukrainische Armee mehrfach Ziele auf der Krim angegriffen, darunter die strategisch wichtige Krimbrücke sowie militärische Einrichtungen der russischen Schwarzmeerflotte. „Die Ukraine scheint ein sehr gutes Lagebild zu haben“, so Gady. Die Angriffe erfolgten mit Präzisionswaffen, darunter auch westliche Raketen, die Russlands Luftabwehr immer wieder überwinden konnten.

Putin unter Zugzwang

Der Experte betont, dass die Krim für Putin von zentraler politischer Bedeutung sei. „Der Verlust der Krim wäre ein schwerer Schlag für das Prestige des Kremls.“ Sollte die Ukraine in der Lage sein, die Krim nachhaltig zu bedrohen, müsse Putin reagieren. „Eine neue Mobilisierungswelle ist durchaus denkbar, um die Front zu stabilisieren“, so Gady. Allerdings sei die russische Bevölkerung kriegsmüde, und eine erneute Einberufung könnte innenpolitische Unruhen auslösen.

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Neue Dynamik im Krieg

Durch die ukrainischen Erfolge auf der Krim entstehe eine neue Dynamik. „Die Ukraine zwingt Russland in die Defensive und zwingt es, Ressourcen umzuverteilen.“ Dies könnte die Front in der Ostukraine entlasten. Gleichzeitig warnt Gady vor einer Eskalation: „Russland könnte mit massiven Vergeltungsschlägen reagieren, auch gegen zivile Infrastruktur.“ Die kommenden Wochen würden zeigen, ob die Ukraine den Druck aufrechterhalten könne.

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