Der ehemalige Frontsoldat Alexander Lunin (39) ist nach einem wütenden Instagram-Video gegen Kremlchef Wladimir Putin (73) festgenommen worden. Ein Vertrauter Lunins teilte auf dessen Telegram-Kanal mit, der Militärblogger sei für elf Tage in Ordnungshaft genommen worden. Zuvor hatten Sicherheitskräfte sein Haus in der westrussischen Region Woronesch in einer nächtlichen Razzia durchsucht.
Lunin forderte Audienz bei Putin und drohte mit Waffengewalt
Lunin, ein hochdekorierter Ex-Soldat, der beim russischen Überfall auf die Ukraine kämpfte und dort schwer verletzt wurde, hatte sich in einem Video auf Instagram direkt an Putin gewandt. Mehr als 14,6 Millionen Menschen sahen seine Abrechnung. Er forderte eine persönliche Audienz beim Präsidenten, um ihm die „ganze Wahrheit über das, was bei uns im Land passiert“ zu sagen. An der Front würden Soldaten von ihren Vorgesetzten ausgebeutet, gequält und verheizt, klagte der ehemalige Frontkämpfer.
Lunin richtete eine drastische Warnung an Putin: „Wenn ich nicht in Kürze neben Ihnen live im Fernsehen auftrete, dann richtet die Armee ihre Waffen auf den Kreml“, erklärte er. Zugleich behauptete er, ranghohe Militärs und Beamte hätten ihn zu diesem Schritt gedrängt.
Experten warnen vor Meuterei-Aufruf und halten Vorwürfe für plausibel
Sicherheitsexperte Dr. Gerhard Mangott (60) warnte bereits vor einem Tag: „Das ist nichts anderes als ein Aufruf zur Meuterei. Eine Drohung, die ihm auf die Füße fallen könnte.“ Historiker Prof. Dr. Klaus Gestwa (63) hält die Vorwürfe des Ex-Soldaten für plausibel: „Die angesprochenen Missstände und Schikanen sind keineswegs aus der Luft gegriffen.“ Russland-Experte Dr. Matthias Uhl (56) verweist darauf, dass Befehlsverweigerer – wie von Lunin geschildert – „in Gruben gesteckt werden“.
Reaktion der Behörden: Festnahme nach nächtlicher Razzia
Die Reaktion der russischen Behörden folgte umgehend. Sicherheitskräfte durchsuchten Lunins Haus in der Region Woronesch und nahmen ihn fest. Die genauen Vorwürfe sind noch nicht offiziell bekannt, doch dürfte der Vorwurf des Aufrufs zur Meuterei im Raum stehen. Lunin selbst hatte in seinem Video betont, er wolle nur die Wahrheit ans Licht bringen und die Missstände im Militär beenden. Ob er tatsächlich eine Audienz bei Putin erhalten wird, ist nach seiner Festnahme fraglich.



