Ukraine: Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja und Odessa
Ukraine: Tote bei Angriffen auf Saporischschja und Odessa

Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Stadt Saporischschja sind mindestens zwei Menschen getötet und 42 weitere verletzt worden, darunter acht Kinder. Der ukrainische Rettungsdienst teilte dies in der Nacht auf Telegram mit. Ukrainischen Medienberichten zufolge setzte das russische Militär Lenkbomben ein, die ein fünfstöckiges Wohngebäude trafen, wobei zwei Stockwerke vollständig zerstört wurden.

Angriff auf Frachtschiff im Schwarzen Meer

Vor der Küste von Odessa wurde ein unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrendes Frachtschiff mit einer Ladung Mais von russischen Kräften angegriffen. Nach Angaben von Ministerpräsident Serhij Korezkyj kamen mindestens fünf Besatzungsmitglieder ums Leben. An Bord befanden sich 17 Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer. Acht Besatzungsmitglieder wurden gerettet, fünf weitere gelten als vermisst. Der Frachter brannte am späten Abend noch immer. Ein Reuters-Mitarbeiter in Odessa beobachtete Rauch von einem großen Schiff vor der Küste. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele der russischen Ölindustrie mit Drohnen getroffen. In der Region Stawropol brachen nach Angaben von Gouverneur Wladimir Wladimirow mehrere Brände in Industrieanlagen aus, Medien berichteten von drei brennenden Öldepots. Es habe keine Verletzten gegeben, aber es wurde ein örtlich begrenzter Ausnahmezustand verhängt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine setze ihre Angriffe auf russische Ölanlagen fort und habe auch drei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen.

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Pipeline-Konsortium stoppt Ölverladung

Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) hat die Ölverladung an seinem Terminal nach Angriffen auf zwei Tanker vor der russischen Schwarzmeer-Küste ausgesetzt. Die Tanker „Asia“ und „Nissos Ios“ seien während des Ladevorgangs attackiert worden. Die „Asia“ fing Feuer, das jedoch gelöscht wurde; es gab keine Verletzten oder Ölaustritt. Das Konsortium machte keine Angaben zur Verantwortlichkeit, während das ukrainische Militär zuvor bekannt gegeben hatte, zwei russische Öltanker attackiert zu haben.

Größter russischer Angriff mit ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn

Russland hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn angegriffen. Der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha schrieb auf X, Russland habe rund vier Dutzend dieser Raketen abgefeuert. Die ukrainische Luftwaffe gab an, dass von 41 Raketen 18 abgefangen wurden. Hauptziel war Kiew, wo mindestens ein Mensch getötet und 13 weitere verletzt wurden. Sybiha bezeichnete das Vorgehen als brutalen Terrorangriff und forderte starke Reaktionen und mehr Druck auf Moskau.

Massiver Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde massiv mit ballistischen Raketen angegriffen. Dutzende Explosionen waren im Zentrum der Stadt zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen, darunter Brände in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt. Die ukrainische Luftwaffe meldete mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt.

Tote bei Bombenangriffen auf Kramatorsk

Bei russischen Bombenangriffen auf Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden mindestens zwei Menschen getötet und einer verletzt, wie Militärgouverneur Wadym Filaschkin mitteilte. Die russische Luftwaffe habe drei Gleitbomben abgeworfen. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut zur Flucht auf, da Kramatorsk nur etwas mehr als zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt ist.

Ukrainische Drohnentruppen melden Erfolge

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Schiffe getroffen, womit die Gesamtzahl der beschossenen Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer auf 172 steigt. Chef Robert Browdi erklärte, die „Flottenjagd“ führe dazu, dass Moskau Drohneneinheiten von der Front abziehe, um den Schiffsverkehr zu schützen. Dies schwäche den Gegner an der Front. Die Operation solle in den verbleibenden Juli-Tagen und in der ersten Augusthälfte fortgesetzt werden.

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Selenskyj: Zwei Logistikzentren in Russland attackiert

Präsident Selenskyj teilte mit, die Ukraine habe zwei wichtige Logistikzentren in den Regionen Moskau und Tambow sowie eine Ölanlage angegriffen. Diese seien für die Lieferung sanktionierter Bauteile für die Drohnenproduktion genutzt worden. Russischen Angaben zufolge wurde ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries in Kotowsk getroffen, wobei sieben Mitarbeiter der Nachtschicht getötet wurden.

Weitere Angriffe auf Odessa und Hafen

Bei einem russischen Angriff auf den Hafen von Odessa wurde ein Mensch getötet und drei weitere verletzt, wie Regionalgouverneur Oleh Kiper mitteilte. Ein Schiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda wurde getroffen, Hafeneinrichtungen beschädigt. Zudem wurde ein Frachter unter der Flagge der Marschallinseln beschädigt, wobei vier Besatzungsmitglieder verletzt wurden. Das russische Verteidigungsministerium gab an, zwei Häfen in der Region Odessa angegriffen zu haben, darunter einen Frachter mit Gütern für die ukrainische Armee.

Russische Landwirte leiden unter Treibstoffkrise

Russische Landwirte haben trotz guter Ernte mit Problemen durch ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien zu kämpfen, die zu einer Treibstoffkrise und steigenden Dieselpreisen führten. Landwirtschaftsministerin Oksana Lut räumte Probleme ein, versprach aber staatliche Lieferungen. Experten warnen, dass Russland dem Weltmarkt fünf bis zehn Millionen Tonnen Weizen weniger liefern könnte, falls das Asowsche Meer nicht für die Schifffahrt geöffnet wird. Russland importiert erstmals Benzin aus Kasachstan, um Engpässe zu lindern.

EU verhängt Sanktionen gegen Drohnenhersteller

Die Europäische Union hat Sanktionen gegen die russische Managerin Irina Charissowa und fünf Unternehmen wegen Beteiligung an der Drohnenproduktion verhängt. Die Maßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten und ein Einreiseverbot. Gleichzeitig verhandelt die EU über ein 21. Sanktionspaket gegen Russland, das unter anderem Banken, Krypto-Netzwerke und Ölhändler treffen soll.