Ukraine zerstört Eisenbahnbrücke auf Krim – Putin wirft Nato Kriegsvorbereitung vor
Ukraine zerstört Eisenbahnbrücke auf Krim – Putin klagt Nato an

Ukraine zerstört Eisenbahnbrücke auf der Krim

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zerstört. Die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe, teilte das Militär mit. Die ukrainischen Spezialkräfte erklärten auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Untergrund-Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt.

Putin wirft Nato Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor

Kremlchef Wladimir Putin hat der Nato vorgeworfen, einen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Bislang hätten sich die Staaten des westlichen Bündnisses darauf beschränkt, die Ukraine zu unterstützen, sagte Putin im Kreml vor Absolventen der russischen Militärakademien. Nun werde im Westen offen davon gesprochen, „dass sie sich auf einen Krieg gegen uns vorbereiten und ihre Militär- und Offensivhaushalte aufstocken“. Um die Militarisierung zu rechtfertigen, bedienten sich die Nato- und EU-Staaten falscher Behauptungen über eine angebliche militärische Bedrohung durch Russland, sagte Putin nach Kreml-Angaben. Knapp 40 Prozent der russischen Haushaltsausgaben fließen dabei in die Bereiche Militär, Rüstung und Sicherheit.

Lawrow: Grundsätzlich bereit zur Wiederaufnahme von Gesprächen

Russland ist nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit der Ukraine bereit. „Wir sind bereit, mit Kiew zu reden. Das waren wir immer“, sagte Lawrow vor Journalisten. Es könne an dem Punkt weitergemacht werden, an dem man zuletzt aufgehört habe, fügte er hinzu und verwies auf Gespräche, die kurz nach Beginn des Kriegs 2022 in Istanbul stattfanden und an die 2025 angeknüpft wurde. Allerdings signalisierte er keinerlei Bereitschaft zur Änderung der Forderungen Moskaus. Diese sehen unter anderem eine vollständige Aufgabe der Teile des Donbass vor, die Russland noch nicht erobert hat. Die Ukraine lehnt dies ab. Die bislang letzten Friedensgespräche fanden im Februar statt. Vermittelt wurden sie von den USA, kurz bevor diese Ende Februar mit Israel den Krieg gegen den Iran begannen.

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Russland erwägt offenbar Import von Benzin

Russland erwägt einem Medienbericht zufolge angesichts von Versorgungsengpässen nach ukrainischen Angriffen auf seine Raffinerien den Import von Treibstoff. Zudem würden Subventionen für die Einfuhren diskutiert, um die Preise im Land zu deckeln, berichtete die Zeitung „Wedomosti“ am Dienstag unter Berufung auf zwei Insider. Die Optionen seien am Montag bei einem von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak geleiteten Treffen besprochen worden. Eine Stellungnahme von Nowaks Büro lag der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht vor. Die Deckelung der Treibstoffpreise ist für die russische Regierung ein heikles Thema, da steigende Kosten die Inflation anheizen könnten.

Tusk hält trotz Streit an Zusammenarbeit mit Ukraine fest

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat den Wert der kommenden Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine auch nach der Absage von Co-Gastgeber Wolodymyr Selenskyj betont. „Der Aufbau guter Beziehungen ist nicht nur ein Ausdruck von Anstand in schwierigen Zeiten, in Kriegszeiten, sondern er lohnt sich auch“, sagte Tusk der Nachrichtenagentur PAP zufolge in Warschau. In diesem Sinne sei die Konferenz mit der Ukraine vorbereitet worden, und so werde sie am Donnerstag und Freitag in Danzig stattfinden. Es gehe um etwa 200 Verträge und Hunderte Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg.

Selenskyj fährt nicht zu Wiederaufbaukonferenz nach Polen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist nicht nach Danzig. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko wird eine große Delegation bei der Wiederaufbaukonferenz in Polen leiten. Der Delegation werden hochrangige Politiker, Vertreter der Wirtschaft und Gemeinden aus dem ganzen Land sowie Chefs von Staatsunternehmen angehören, wie Swyrydenko mitteilte. Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine. Allerdings sind die Beziehungen derzeit angespannt wegen eines diplomatischen Streits um die Umbenennung einer ukrainischen Militäreinheit.

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Tote und Verletzte nach Beschuss ukrainischer Großstadt

In der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih sind mindestens drei Menschen durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Weitere 19 seien verletzt worden, 5 davon schwer, teilte Militärverwaltungschef Olexander Wilkul bei Telegram mit. Demnach schlug eine Rakete in ein Objekt der zivilen Infrastruktur ein. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor einer ballistischen Rakete mit Kurs auf die Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj gewarnt.

Treibstoffkrise in Russland weitet sich bis nach Sibirien aus

Die durch ukrainische Angriffe auf Ölanlagen ausgelöste Treibstoffkrise in Russland weitet sich auf immer mehr Gebiete bis nach Sibirien aus. Mehrere russische Regionen rationieren inzwischen den Verkauf von Benzin und Diesel. In der sibirischen Region Omsk werde die Abgabe von Benzin auf 40 Liter pro Auto begrenzt, teilte Gouverneur Witali Chozenko am Montagabend auf Telegram mit. Diesel werde je nach Standort auf 80 bis 200 Liter limitiert, das Abfüllen in Kanister sei verboten. Damit sollten Panikkäufe an den Tankstellen verhindert werden. Auch die benachbarte Region Nowosibirsk bereitet ähnliche Einschränkungen vor. Ab Dienstag rationiert zudem der zweitgrößte russische Ölkonzern Lukoil den Verkauf von Benzin und Diesel in der Region Woronesch.

Offenbar erneut Ölterminal auf der Krim attackiert

Die Ukraine hat Medienberichten zufolge erneut strategisch wichtige Objekte in der russischen Schwarzmeerregion Krasnodar und auf der von Moskau annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Getroffen worden seien dabei auch ein Ölterminal und ein Öldepot nahe der Großstadt Kertsch im Osten der Krim, berichtete das Internetportal „Ukrajinska Prawda“. Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge wurde demnach mit dem Hafen Kawkas im Gebiet Krasnodar ebenfalls eine schon früher attackierte Anlage erneut unter Beschuss genommen. Offiziell gibt es bislang keine Bestätigung für die Angriffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete lediglich den Abschuss von insgesamt 143 ukrainischen Drohnen.

Estland: Abgestürzte Drohne mit Sprengsatz entdeckt

Im Südosten Estlands ist eine abgestürzte Drohne gefunden worden, die mit rund fünf Kilogramm Sprengstoff beladen war. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden handelt es sich vermutlich um ein unbemanntes Flugobjekt, das Anfang Juni in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Die Drohne sei von einem Anwohner beim Mähen im hohen Gras auf einem Feld in der Gemeinde Rõuge entdeckt worden. Der Leiter der estnischen Sicherheitspolizei, Harrys Puusepp, vermutete, dass die Drohne am 3. Juni während eines ukrainischen Angriffs auf Russland auf einem Feld abstürzte.

Ukraine attackiert russisches Zentrum für Weltraumkommunikation

Ukrainische Drohnen haben das Zentrum für Weltraumkommunikation in der Stadt Dubna 120 Kilometer nördlich von Moskau angegriffen. Den vom Generalstab in Kiew gemeldeten Angriff bestätigten später staatliche russische Stellen. „Die Funktionstüchtigkeit der TV-Ausstrahlung und des Nachrichtenverkehrs wurde nicht gestört“, teilte der Pressedienst des russischen Betreibers von Kommunikationssatelliten mit. Die Folgen des Angriffs würden beseitigt, Personal sei nicht zu Schaden gekommen. Die Ukraine machte keine Angaben zu den Folgen.