Gedenken an 9/11: New Yorks Bürgermeister bei Opferfamilien unerwünscht
9/11-Gedenken: Bürgermeister Mamdani unerwünscht

Familien der Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 fordern, dass New Yorks sozialistischer Bürgermeister Zohran Mamdani von der zentralen Gedenkfeier zum 25. Jahrestag am Ground Zero fernbleibt. Der 34-Jährige habe sich nicht klar genug vom islamistischen Terrorismus distanziert und Personen unterstützt, die die Anschläge verharmlosten, lautet der Vorwurf.

Petition gegen Mamdanis Teilnahme

Giovanni Galante, dessen Ehefrau Grace Catherine Galante im Alter von 29 Jahren bei den Angriffen von al-Qaida getötet wurde, gehört zu den Initiatoren einer Petition gegen eine Teilnahme Mamdanis. Innerhalb kurzer Zeit sammelte die Initiative nach eigenen Angaben mehr als 1.100 Unterschriften, darunter von mindestens 300 Angehörigen von 9/11-Opfern. „Dieser Tag ist für uns heilig“, sagte Galante der „New York Post“. Die Gedenkveranstaltung sei weder politisch noch eine Plattform für Menschen mit bestimmten Ansichten. Mamdanis Anwesenheit wäre „zutiefst verletzend und unangemessen – wie ein unerwünschter Gast bei einer sehr persönlichen Zeremonie“.

Beim Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 starben 2.753 Menschen, darunter 343 Feuerwehrleute und 60 Polizisten. Viele New Yorker sind auch knapp 25 Jahre später noch tief traumatisiert.

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Vorwürfe: Fehlende Distanz zu Extremismus

In der Petition wird kritisiert, Mamdani habe sich geweigert, den Slogan „Globalize the Intifada“ eindeutig zu verurteilen. Gegner der Parole sehen darin einen Aufruf zu Gewalt gegen Juden. Außerdem wird auf frühere Kontakte Mamdanis zu Personen verwiesen, die für extremistisch gehalten werden. Dazu zählt seine Verbindung zu Imam Siraj Wahhaj (76). Der umstrittene New Yorker Geistliche propagiert die Überlegenheit des Islam über die Demokratie und sieht in der US-Israel-Politik „die größte Bedrohung für Amerika“.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) warf Mamdani vor, „Hass zu schüren“. „Er soll der Bürgermeister von allen New Yorkern sein – Juden, Christen, Muslimen, allen“, sagte Netanjahu im Sender Fox News. „Aber er versucht, eine Gruppe gegen die andere aufzubringen.“ Mamdani hatte Netanjahu einen Kriegsverbrecher genannt, der wegen des Gaza-Kriegs verhaftet werden sollte, wenn er zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung im September nach New York komme.

Mamdani will trotzdem kommen

Die Organisatoren der Petition hoffen darauf, dass Stadtverwaltung und die Verantwortlichen des gemeinnützigen „9/11 Memorial & Museum“ Mamdani von der Zeremonie am Ground Zero fernhalten. Mamdani selbst plant nach Angaben seines Sprechers, trotz allem an der Gedenkfeier teilzunehmen. Er werde gemeinsam mit den Angehörigen daran erinnern, dass die Stadt diesen Tag niemals vergessen werde. Die Kontroverse zeigt die anhaltende emotionale Bedeutung des 11. Septembers und die politischen Spannungen, die das Gedenken überschatten.

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