Wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags auf ein Kampfsport-Event am 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump sind acht Männer angeklagt worden. Eine Grand Jury in Columbus legt ihnen Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen, zum Mord auf dem Hoheitsgebiet der Regierung sowie zum Mord an einem Regierungsmitglied zur Last, wie das Justizministerium mitteilte. Damit droht den Männern eine lebenslange Gefängnisstrafe.
Geplanter Ablauf des Anschlags
Die Verdächtigen wollten nach Angaben des Justizministeriums mit Sprengstoff bestückte Drohnen rund um das Kampfsport-Event einsetzen, um eine Evakuierung der Veranstaltung zu erzwingen. Im Anschluss sollten Scharfschützen demnach „hochrangige Ziele“ in der flüchtenden Menschenmenge ins Visier nehmen. Ein 21-jähriger Mann aus West Virginia, der diese Woche festgenommen wurde, war als Scharfschütze vorgesehen.
Das Kampfsport-Event
An Trumps 80. Geburtstag, dem 14. Juni, hatten in einer eigens vor dem Weißen Haus errichteten Arena Käfigkämpfe der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) stattgefunden. Trump gilt als Fan von Mixed Martial Arts – einem oft blutigen Kampfsport, der Techniken unter anderem aus dem Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu-Jitsu vereint. Neben dem Präsidenten und seiner Familie zählten auch mehrere Kabinettsmitglieder zu den Gästen. Offiziell wurde das Event nicht mit Trumps Geburtstag begründet, sondern mit den Feierlichkeiten rund um den 250. Unabhängigkeitstag der USA, der jedoch auf den 4. Juli datiert ist.
Ermittlungen und weitere Festnahmen
Zunächst hatten die Ermittler von sieben Festnahmen berichtet, diese Woche sei eine weitere im Bundesstaat West Virginia dazugekommen. Die Gruppe der Beschuldigten wird damit immer größer. Die Anklagepunkte umfassen Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen, zum Mord auf dem Hoheitsgebiet der Regierung sowie zum Mord an einem Regierungsmitglied. Den Männern droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.



