Washington – Gerade erst war Donald Trump beim Gesundheitscheck – und sein Leibarzt hielt ein „exzellentes“ Wohlbefinden im Befund fest. Doch die Debatte um die körperliche Verfassung des US-Präsidenten, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert, ist damit nicht beendet. Was immer wieder für Gesprächsstoff sorgt: die vielen sichtbaren Beschwerden von Trump, die von den Ärzten nicht erklärt werden – mysteriöse Flecken am Handrücken zum Beispiel oder geschwollene Knöchel. Nun sorgt ein Bericht für neue Spekulationen: Der US-Präsident hat insgesamt 22 Ärzte.
Laut „Washington Post“ waren sie allesamt an der jährlichen Routineuntersuchung beteiligt – die meisten davon Fachärzte. Das ist ein historischer Höchstwert, denn seine Vorgänger kamen mit wesentlich weniger Medizinern aus: Ex-Präsident George H. W. Bush (damals 64) wurde 1989 von fünf medizinischen Fachleuten untersucht, seinen Sohn George W. Bush (damals 54) sahen sich 2001 zwölf Ärzte an. Und in Trumps erster Amtszeit 2018 waren bereits 13 Gesundheitsexperten dabei, 2019 elf und im Vorjahr nach seiner Rückkehr ins Oval Office 14 Ärzte.
Fachgebiete der Spezialisten bleiben geheim
Vor allem steht die Frage im Raum: Aus welchen Fachgebieten kamen die zugezogenen Spezialisten? Genauere Angaben macht das Weiße Haus dazu nicht. Bekannt ist nur, dass einige Ärzte an Elite-Unis wie Harvard und Duke tätig sind. Der New Yorker Gefäßchirurg Paul Haser bezeichnete die hohe Zahl gegenüber BILD als „extrem außergewöhnlich“. Trumps Umfeld bezeichnete das Riesenteam als Teil einer „vollständigen und präventiven Untersuchung“.
Sichtbare Beschwerden und öffentliches Wegducken
Trumps Gesundheit bleibt damit im Fokus. Im Vorjahr musste der Oberkommandierende zu einer Folgeuntersuchung, bei der auch eine Computertomografie durchgeführt wurde. Diskutiert wird außerdem, warum das Haarwuchsmittel Finasterid im letzten Arztgutachten nicht mehr erwähnt wurde. In früheren Berichten war das Medikament aufgetaucht. Auffällig war zuletzt auch, dass Trump in der Öffentlichkeit immer häufiger kurz wegdöst – zuletzt etwa beim Basketballspiel der New York Knicks gegen die San Antonio Spurs, aber auch bei Kabinettssitzungen im Weißen Haus.
Tatsache ist: Zusammen mit Vorgänger Joe Biden (83) gehört Trump zu den ältesten Männern, die je US-Präsident waren. Übrigens: Auch Biden wurde 2024 laut seiner damaligen Sprecherin Karine Jean-Pierre (51) von einem Ärzteteam untersucht. Allerdings waren es „nur“ 20 – und damit zwei weniger als jetzt bei Trump.



