Geheime Treffen im Weißen Haus
Donald Trump schleust seine wichtigsten Gäste neuerdings durch den Seiteneingang ins Weiße Haus. Sowohl Israels Premier Benjamin Netanjahu als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj führten ihre Gespräche mehr oder weniger im Verborgenen, jenseits des öffentlichen Rampenlichts. Dieses Detail mag nebensächlich erscheinen, ist jedoch ein untrügliches Zeichen dafür, dass der US-Präsident im Umgang mit den Kriegen in der Ukraine und im Iran derzeit nichts Präsentables zu bieten hat. Nichts jedenfalls, womit Trump sich im beginnenden Wahlkampf zu den Kongresswahlen im November als großer Krisenmanager oder gar Friedensstifter inszenieren könnte.
Kriege als Wahlkampffaktor
Beide Kriege könnten nicht nur zu einem entscheidenden Faktor bei den Midterms werden. Die Konflikte verschwimmen auch zunehmend. Teheran unterstützt Russland bei seinen Invasionsplänen mit Drohnen; Kiew wiederum versucht, die Rüstungskooperation zwischen Iran und Russland zu stören, indem es Verkehrswege angreift. Der ukrainische Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer markiert das erste bedeutende Signal einer direkten militärischen Konfrontation zwischen der Ukraine und dem Iran. Laut Kommentator Jens Münchrath von der Deutschen Post 24 hat sich Trump völlig verkalkuliert: „Erratische Volten im Ukraine-Krieg und eine prekäre Lage im Iran-Krieg – der US-Präsident steht ohne klare Strategie da.“
Auswirkungen auf die Weltpolitik
Die mangelnde Führung aus Washington hat weitreichende Konsequenzen. Die Unsicherheit bei den Verbündeten wächst, während Gegner wie Russland und Iran ihre Zusammenarbeit intensivieren. Sollten die Republikaner die Kongresswahlen aufgrund der außenpolitischen Hilflosigkeit Trumps verlieren, könnte dies die US-Politik gegenüber beiden Kriegsschauplätzen grundlegend verändern. Die derzeitige Lage zeigt: Trump ist zum planlosen Kriegsherr im Weißen Haus geworden, der weder Frieden noch militärischen Erfolg vorweisen kann.



