Trump will Syrien von US-Terrorliste streichen – Investitionen geplant
Trump will Syrien von US-Terrorliste streichen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Syrien von der US-Liste der staatlichen Terrorunterstützer zu streichen. In einem Schreiben an das syrische Staatsoberhaupt Ahmed al-Scharaa, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, informierte Trump über diese Entscheidung. „Ich habe versprochen, alle Hürden aus dem Weg zu räumen, die Sie am Wiederaufbau Ihres Landes hindern, und sehr bald werden Sie endlich dazu in der Lage sein“, schrieb Trump. US-Unternehmen stünden bereit, in Syrien zu investieren und das Land wohlhabender als je zuvor zu machen.

Hintergrund der Entscheidung

Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge wurde der Brief nach einem Treffen der beiden Politiker in Ankara übergeben. Trump habe den Kongress benachrichtigt, der nun 45 Tage Zeit habe, die Entscheidung zu prüfen, bevor sie in Kraft treten könne. Die Einstufung als staatlicher Terrorunterstützer ist mit Einschränkungen bei US-Auslandshilfen, Rüstungsexporten und bestimmten Finanzgeschäften verbunden.

Trump hatte bereits im vergangenen Monat ein US-Sanktionsprogramm gegen Syrien per Dekret aufgehoben, womit die Isolation des Landes vom internationalen Finanzsystem beendet wurde. Mehrere saudiarabische Unternehmen planen milliardenschwere Investitionen, um den Wiederaufbau zu unterstützen. Auch andere Golfstaaten haben finanzielle Hilfe zugesagt.

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Lob für al-Scharaa

Trump lobte am Mittwoch al-Scharaa, der bis 2016 Kommandeur der Al-Kaida-nahen Nusra-Front in Syrien war. Dieser führte Ende 2024 eine Koalition islamistischer Rebellen an, die den damaligen Machthaber Baschar al-Assad stürzte. Trump hat al-Scharaas Vorgehen gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Region unterstützt. „Er wird von allen respektiert, auch von mir“, sagte der US-Präsident.

Die Streichung von der Terrorliste würde Syrien den Weg für wirtschaftliche Wiederbelebung und internationale Zusammenarbeit ebnen. Trump betonte, dass US-Firmen bereit stünden, in das Land zu investieren. Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Region haben, insbesondere für den Wiederaufbau und die Stabilisierung Syriens.

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