US-Militär greift erneut iranische Ziele an – Trump droht mit weiteren Schlägen
US-Militär greift erneut iranische Ziele an

US-Militär greift erneut iranische Ziele an

Das US-Militär hat nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom neue Angriffe auf den Iran geflogen. Die Einsätze zielen darauf ab, die Fähigkeiten des Iran zur Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen, teilte das Kommando auf der Plattform X mit. Die USA zögen den Iran für die jüngsten ungerechtfertigten Aggressionen gegen die Handelsschifffahrt und zivile Besatzungen in einer wichtigen internationalen Wasserstraße zur Rechenschaft.

Die iranische Luftabwehr bekämpft unterdessen nahe der Stadt Bandar Abbas feindliche Ziele, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldet. Zudem seien in der Nähe von Konarak und Tschabahar Explosionen zu hören gewesen.

Trump kündigt Angriff an, rechnet aber mit baldiger Rückkehr zu Waffenruhe

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einem massiven Militärschlag und der Besetzung der strategisch wichtigen Insel Charg. „Es könnte ein großer Angriff werden“, sagte Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. Falls nötig, würden die USA auch die Strom- und Wasserwerke des Landes ausschalten. Er wolle dies jedoch eigentlich nicht, erklärte Trump weiter. „Ich spreche eine kleine Warnung aus: Wir werden sie heute Nacht hart treffen“, sagte Trump vor Journalisten. Zugleich zeigte er sich nicht glücklich über das „sehr schlechte Benehmen“ der Führung in Teheran.

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Trump erwartet allerdings nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen eine baldige Rückkehr zur Waffenruhe. „Ich glaube, das wird sehr schnell gehen“, sagte Trump im Anschluss an den Nato-Gipfel. „Ich glaube nicht, dass es wieder losgehen wird“, betonte er mit Blick auf den Ende Februar begonnenen Iran-Krieg. Die USA hatten in der Nacht zum Mittwoch nach Militärangaben mehr als 80 iranische Ziele rund um die Straße von Hormus ins Visier genommen. Die US-Armee begründete die neue Angriffswelle mit dem vorangegangenen Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus, für den Washington Teheran verantwortlich macht.

Erdoğan lobt Trumps Haltung zu Iran

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan lobte die entschlossene Haltung von US-Präsident Donald Trump bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden mit dem Iran. Dies sagte Erdoğan zur Eröffnung des Nato-Gipfels in Ankara, kurz nachdem Trump das vorläufige Waffenstillstandsabkommen für beendet erklärt hatte. Zudem dankte der türkische Staatschef den Verbündeten Deutschland, Spanien, Italien und den USA für die Unterstützung bei der Luftabwehr während des Iran-Krieges. Er rief die Partner auf, Solidarität im Kampf gegen jede Form von Terrorismus zu zeigen.

Trump meidet auf Rückflug vom Nato-Gipfel Air Force One aus Katar

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei überraschend auf den neuen Luxusflieger aus Katar verzichtet, mit dem er angereist war. Stattdessen hob Trump mit einer Ausweichmaschine seiner alten Air-Force-One-Flotte aus Ankara ab. Dies nährte Spekulationen, der katarische Flieger habe Sicherheitsmängel und könne zum Ziel eines iranischen Angriffs werden. Trump sagte am Rande des Gipfels, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“, sagte er zu Journalisten. „Wir wollen den Kopf von Trump“, hatten regimetreue Iraner erst am Montag bei dem Trauerzug für den obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei gerufen, der zu Beginn der US-israelischen Angriffe auf Teheran getötet worden war.

Guterres warnt vor „katastrophalen Folgen“

UN-Generalsekretär António Guterres hat vor dem Hintergrund der drohenden Eskalation zu Zurückhaltung aufgerufen. „Der Generalsekretär bekräftigt erneut, dass eine Rückkehr zu umfassenden Feindseligkeiten katastrophale Folgen hätte – für die Menschen in der Region, für den internationalen Frieden und die Sicherheit sowie für die Weltwirtschaft“, ließ Guterres über seinen Sprecher Stéphane Dujarric mitteilen. Er forderte den Iran und die USA auf, die Verhandlungen umgehend wieder aufzunehmen.

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Libanon stellt Bedingungen für Gespräche mit Israel

Der Libanon stellt nach Angaben aus Diplomatenkreisen Bedingungen für seine Teilnahme an einer neuen Runde von Friedensgesprächen mit Israel. Der Libanon fordere Israels Rückzug aus „zwei Pilot-Zonen“ im Süden des Landes als Voraussetzung für seine Teilnahme an den Gesprächen in Rom. Die geplanten Gespräche wären die sechste Runde direkter Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon. Ende Juni hatten beide Länder unter Vermittlung der USA ein Rahmenabkommen unterzeichnet.

Waffenruhe im Iran wohl vorbei – Dax sackt ab

Die aus Sicht von US-Präsident Donald Trump beendete Waffenruhe im Iran-Krieg hat den Dax stark belastet. Der Index fiel um 2,23 Prozent auf 24.897,45 Zähler. „Der Iran-Konflikt könnte wieder zum Taktgeber für die Risikobereitschaft der Anleger werden“, kommentierte Marktanalyst Timo Emden die Verluste. Die Ölpreise zogen kräftig an, womit die Sorgen vor Inflation und Konjunkturschwäche wieder präsent sind.

Macron setzt weiter auf Gespräche

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht trotz der jüngsten Eskalation die Diplomatie noch nicht am Ende. „Meiner Meinung nach handeln die Iraner falsch, wenn sie diese Luftangriffe durchführen, die gegen das verstoßen, was sie selbst unterzeichnet haben“, sagte Macron am Rande des Nato-Gipfels. Man befinde sich aber noch innerhalb der 60-Tage-Frist, innerhalb der ein endgültiger Deal ausgehandelt werden soll.

Experte attestiert dem Iran klare Strategie

Der Nahostexperte Guido Steinberg sieht hinter den iranischen Angriffen auf Schiffe eine klare Strategie. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich da um Fehler handelt“, sagte der Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik. Teheran wolle die Kontrolle über die Straße von Hormus zementieren. Das Wiedereinsetzen der Sanktionen werde die iranische Seite sehr hart treffen, so Steinberg.

Weltschifffahrtsorganisation warnt vor Durchfahrt

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO warnt Schiffe vor der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. „Solange der Schutz und die Sicherheit von Besatzungen nicht garantiert werden können, rufe ich Flaggenstaaten, Betreiber und alle zuständigen Behörden dazu auf, Seeleute keiner unnötigen Gefahr durch das Passieren der Meerenge auszusetzen“, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Fast 6000 Seeleute sitzen weiterhin in der Region fest.

Libanons Präsident Aoun trifft Mitte Juli Trump

US-Präsident Donald Trump hat den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zu einem Besuch am 21. Juli nach Washington eingeladen. Aoun selbst teilte mit, er erwarte positive Auswirkungen auf den Libanon. Seit einigen Wochen finden in Washington direkte politische Gespräche zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern statt.