WM-Eklat: Franzosen empört über argentinische Schiedsrichter-Crew
Franzosen empört über argentinische Schiri-Crew

Die französische Fußball-Nationalmannschaft steht vor dem WM-Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag (22 Uhr, ARD und Magenta TV live) im Zentrum einer Schiedsrichter-Debatte. Grund ist die Ansetzung eines rein argentinischen Schiedsrichter-Gespanns um den 44-jährigen Facundo Tello. Da Argentinien selbst noch im Turnier ist, sehen viele Franzosen einen Interessenkonflikt und kritisieren die Fifa scharf.

Komplette Crew aus Argentinien: Ein Novum bei dieser WM

Erstmals bei diesem Turnier kommt die gesamte Schiedsrichter-Crew aus demselben Land. Neben Facundo Tello als Hauptschiedsrichter wurden auch die Assistenten Juan Pablo Belatti (47) und Gabriel Chade (46) nominiert. Vierter Offizieller ist Dario Herrera (41), Ersatz-Assistent Cristian Navarro (42). Alle stammen aus Argentinien, das am Dienstag im Viertelfinale gegen die Niederlande antritt und damit ein direkter Konkurrent Frankreichs um den WM-Titel ist.

Französische Medien: „Die Fifa schämt sich für nichts“

Während sich die Mannschaft und der Trainerstab diplomatisch äußern, schlagen die französischen Medien schärfere Töne an. Die Plattform „RMC Sport“ kommentierte die Ansetzung mit den Worten: „Die Fifa schämt sich für nichts.“ Die Zeitung „Le Monde“ sieht den Beschluss des Weltverbandes in einer Reihe fragwürdiger Entscheidungen, darunter die Ansetzung des französischen Schiedsrichters François Letexier (37) für das Achtelfinale Argentinien gegen Ägypten (3:2). Zudem wird die mangelnde Transparenz der Fifa bei den Auswahlkriterien für die Schiedsrichter kritisiert.

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Soziale Netzwerke kochen über

In den sozialen Medien äußern sich viele Fans empört. Nachrichten wie „Das kann nicht Euer Ernst sein“ gehören noch zu den harmloseren Kommentaren. Ein Video, das einen TV-Kommentator in Rage zeigt, verbreitete sich rasant und sorgte für weitere Diskussionen.

Nationalmannschaft hält sich bedeckt

Im Camp der französischen Nationalmannschaft hält man sich dagegen zurück. Nationaltrainer Didier Deschamps (57) sagte: „Wir spielen gegen Marokko, nicht gegen die Schiedsrichter.“ Auch Ersatz-Torwart Robin Risser (21) äußerte sich gelassen: „Die Schiedsrichter sind für diese WM nominiert worden, weil sie das Niveau für diesen Wettbewerb haben.“

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